Grünflächen als multifunktionale Sportstätten
Nach sportlichen Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen suchen viele Menschen nach Möglichkeiten zur eigenen körperlichen Betätigung. Parks und Grünanlagen bieten hierfür eine kostenlose Alternative zu Fitnessstudios und fördern die Gesundheit an der frischen Luft. Der Bundesverband Garten- und Landschaftbau e. V. (BGL) betont die Bedeutung dieser urbanen Freiräume und gibt Empfehlungen für deren Nutzung.
Parks entwickeln sich zunehmend zu multifunktionalen Sportstätten. Neben klassischen Aktivitäten wie Joggen und Fahrradfahren etablieren sich dort auch Trendsportarten. Dazu gehören Teamvarianten wie Ultimate Frisbee, überall spielbare Sportarten wie Crossminton oder das sogenannte Wikinger-Schach KUBB. Diese Aktivitäten ermöglichen es, Sport und Spaß ohne aufwendige Vorbereitung oder teure Ausrüstung zu verbinden. Auch Eigengewichtsübungen, bekannt als Freeletics oder Calisthenics, finden im Park ihren Platz und knüpfen an das Prinzip des Trimm-dich-Pfads an.
Damit alle Bürger in der Stadt die Möglichkeit haben, sich fit zu halten, brauchen wir Parks und Freianlagen in den Städten, am besten mit Sportangeboten, die Bürger auch mitplanen und gestalten können. Idealerweise sollten die nächsten Grünflächen für alle Bewohner in Städten maximal 300 Meter entfernt sein.
Eiko Leitsch, Vizepräsident des BGL, unterstreicht die Notwendigkeit gut erreichbarer und bürgernah gestalteter Grünflächen. Gesundheitsexperten empfehlen, täglich mindestens 3.000 Schritte zurückzulegen, was in etwa einer halben Stunde erreicht werden kann. Bei gutem Wetter bieten Parks hierfür eine attraktivere Umgebung als beispielsweise Einkaufszentren.
Hinweise für Parksportler und umweltbewusste Nutzung
Wer Parks und Grünanlagen für sportliche Aktivitäten nutzt, sollte einige Punkte beachten, um die Umwelt zu schonen und ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten:
- Umweltschutz: Beim Sport in der Natur ist darauf zu achten, Bäume, Blumen, Sträucher und Wiesen nicht zu beschädigen. Wege sollten beim Joggen oder Radfahren nicht verlassen werden.
- Fairplay: Größere Gruppen sollten andere Besucher von Grünanlagen nicht stören. Das Abspielen von Musik sollte rücksichtsvoll erfolgen.
- Angemessene Kleidung und Sonnenschutz: Bei Aktivitäten im Freien, besonders im Sommer, ist atmungsaktive Kleidung für ein gutes Körperklima wichtig. Zum Schutz vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung sollte eine leichte, wasserfeste Sonnenmilch mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwendet werden. Eine Kopfbedeckung ist ebenfalls empfehlenswert.
- Abwechslung: Die Motivation bleibt hoch, wenn verschiedene Sportmöglichkeiten im Grünen genutzt werden. Auch neue Jogging-Strecken können zur Abwechslung beitragen.
- Gemeinsamer Sport: Feste Verabredungen zur gemeinsamen Bewegung in der Natur können die Motivation zur regelmäßigen Fitness steigern und den Spaßfaktor erhöhen.
