Aus- und Weiterbildung, Branchenverbände

Aus Wettbewerbsflächen werden dauerhafte Gartenelemente

Aus Wettbewerbsflächen des Oskar-Augustin-Cups entstehen dauerhafte „Garten-Schatzkästchen“. Die gestalteten Anlagen auf der Gartenschau Wassertrüdingen zeigen praxisnah die Vielfalt und Kompetenz des GaLaBaus.

Nachhaltige Nutzung verbindet Ausbildung, Praxis und Ausstellung

Im Rahmen des Oskar-Augustin-Cups 2019 entstanden auf dem Gelände der Gartenschau in Wassertrüdingen nicht nur Wettbewerbsflächen für angehende Landschaftsgärtner, sondern dauerhaft nutzbare Gartenanlagen. Durch gezielte Nachgestaltung wurden die ursprünglich acht Einzelflächen zu zwei sogenannten „Garten-Schatzkästchen“ zusammengeführt.

Die Anlagen sind heute integraler Bestandteil der Gartenschau und zeigen praxisnah die vielfältigen Leistungen des Garten- und Landschaftsbaus. Besucher erhalten so einen direkten Einblick in handwerkliche und gestalterische Kompetenzen der Branche.

Wettbewerb als Grundlage für dauerhafte Gestaltung

Der Oskar-Augustin-Cup, organisiert vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, gilt als zentrale Meisterschaft für Auszubildende im GaLaBau. Acht Teams traten gegeneinander an und realisierten jeweils identische Mustergärten mit einer Fläche von 16 Quadratmetern.

Zu den Aufgaben gehörten unter anderem:

  • Boden- und Pflasterarbeiten
  • Mauerbau und Holzbau
  • Pflanzarbeiten mit Stauden und Gehölzen
  • Anlage einer Schnitthecke

Mit Abschluss des Wettbewerbs standen acht vollständig ausgearbeitete Gartenmodule zur Verfügung, die als Grundlage für die weitere Gestaltung dienten.

Ganzheitliches Gestaltungskonzept

Im Anschluss wurden die Einzelflächen durch zusätzliche landschaftsgärtnerische Maßnahmen miteinander verbunden. Jeweils vier Module wurden zu einem größeren Gartenraum zusammengeführt und durch zentrale Pflanzflächen, Wege und Hecken strukturiert.

Das Konzept folgt klassischen Gestaltungsprinzipien wie dem Wegekreuz mit zentralem Mittelpunkt und greift damit Elemente historischer Gartenstile auf, etwa aus Renaissance- oder Klostergärten.

Erlebbare Gartenräume für Besucher

Die neu entstandenen Gartenbereiche bieten unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten. Sitzgelegenheiten aus Holz sowie Mauerelemente laden zum Verweilen ein und machen die Flächen für Besucher unmittelbar nutzbar.

Ein Pavillon verbindet die beiden Gartenbereiche und dient als Informationspunkt. Dort wird unter anderem eine Videodokumentation des Wettbewerbs gezeigt, die die Bandbreite der Tätigkeiten im Gartenbau anschaulich vermittelt.

„Mir war bisher nicht bewusst, dass der Beruf des Landschaftsgärtners ein derart vielseitiges Aufgabenspektrum abdeckt“

Mehrwert für Gartenschau und Branche

Die Umwandlung der Wettbewerbsflächen in dauerhafte Gartenanlagen zeigt, wie sich Ausbildung, Praxis und Ausstellung sinnvoll verknüpfen lassen. Für die Gartenschau entsteht ein zusätzlicher gestalterischer Mehrwert, während gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Garten- und Landschaftsbaus sichtbar wird.

Die „Garten-Schatzkästchen“ stehen damit exemplarisch für nachhaltige Nutzungskonzepte im Rahmen von Großveranstaltungen und für die praxisnahe Präsentation gärtnerischer Fachkompetenz.

09.07.2019

Zurück