Ergebnisse und Bedeutung der Bodenanalyse für den GaLaBau
Das traditionelle Osnabrücker Bodenseminar fand am 29. und 30. November 2007 in den Räumlichkeiten der Fachhochschule Osnabrück statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern die Möglichkeit, praxisrelevante Feldversuche zur Bodenanalyse durchzuführen.
Im Rahmen des Seminars wurden zunächst Bodenproben vor Ort entnommen und mittels einfacher Feldversuche wie dem Knete-, Roll- und Reibeversuch beurteilt. Anschließend erfolgte eine labortechnische Untersuchung der Körnungslinien und Korngrößenverteilung. Die Ergebnisse aus dem Labor wurden mit den zuvor an der Baustelle getroffenen Feststellungen und Sieblinien der Teilnehmer abgeglichen.
Dabei zeigte sich, dass die vor Ort durchgeführten Ansprachen der Bodenproben mittels einfacher Feldversuche nicht wesentlich von den detaillierten Laboruntersuchungen abwichen. Dieses Ergebnis ist von besonderer Bedeutung für Praktiker im Garten- und Landschaftsbau, Planer und Sachverständige.
Es wurden somit praktikable Methoden aufgezeigt, wie eine erste Bodenbeprobung direkt an der Baustelle erfolgen kann. Dies ermöglicht eine fundierte Entscheidung über die weitere Vorgehensweise, ohne dass es zu einer unnötigen Bodenzerstörung kommt.
Die Teilnehmerzahl war auf 15 Personen begrenzt, was eine produktive Zusammenarbeit in kleinen Gruppen förderte. Ein zentrales Thema des Seminars war die Sensibilisierung für die Folgen fehlerhaften Bodeneinbaus. Den Teilnehmern wurde verdeutlicht, dass bei Mängeln, die durch unsachgemäßen Einbau entstehen, oft nur der vollständige Ausbau des Oberbodens als Mängelbeseitigung infrage kommt.
