Verbände und Organisationen

Papenburger Gartenbau: Modernisierung und Leistungsfähigkeit

Gitta Connemann (MdB) besuchte die Gartenbauzentrale eG (GBZ) in Papenburg, eine Vertriebs- und Absatzgenossenschaft von 44 selbstständigen Gartenbaubetrieben. Die GBZ verzeichnet ein jährliches Unterglaswachstum von 12 Prozent und einen Jahresumsatz von 125 Millionen Euro.

Einblicke in die Gärtnersiedlung und ihre Entwicklung

Am 17. Juli besuchten Gitta Connemann (MdB), Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), und Jochen Winkhoff, Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Gemüsebau, die Gartenbauzentrale eG (GBZ) in Papenburg. Die GBZ ist eine Vertriebs- und Absatzgenossenschaft, der 44 selbstständige Gartenbaubetriebe in Papenburg angehören.

Reiner Borrmann, Vorstandsvorsitzender der GBZ, Thomas Albers, Vorstandsmitglied der GBZ, und Dirk Matuszewski, Geschäftsführer der GBZ, informierten über die Geschichte und Besonderheiten der Gärtnersiedlung. Diese verzeichnet einen jährlichen Unterglaszuwachs von 12 Prozent. Auf 250 Hektar Freilandfläche und 88 Hektar Unterglas produzieren die Gärtner Topfkräuter, Fruchtgemüse und Blumen. Der Jahresumsatz beläuft sich auf 125 Millionen Euro, die Vermarktung erfolgt über die GBZ Papenburg.

Die Gartenbauzentrale beschäftigt 180 Mitarbeiter, und 14.000 LKW sind für die Verteilung in Deutschland im Einsatz. Fünf Prozent des Absatzes gehen ins Ausland. Dirk Matuszewski betonte, dass unter dem Motto „Wachstum ist unser Geschäft“ die Entwicklung neuer Produkte, die Sicherung der Eigenständigkeit und die Nachhaltigkeit Schwerpunkte bilden sollen.

Herausforderungen und Forderungen des Gartenbaus

Im Rahmen des Besuchs wurden mit MdB Connemann Themen wie Arbeitskräfte, Energieeffizienz und Pflanzenschutz diskutiert.

Der Gartenbau mit arbeitsintensiven Spezialkulturen ist den Erfordernissen des Marktes anzupassen. Dies ist geboten, um die Konkurrenzfähigkeit des Gartenbaus, auch des Unterglasanbaus, nachhaltig zu festigen. Dazu ist auch die Anpassung des Arbeitszeitgesetzes an die sich weiterentwickelnde Arbeitswelt überfällig. Die gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeit auf höchstens 10 Stunden am Tag wird den Interessen sowohl von Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern nicht gerecht. Eine nicht termingerechte Belieferung des Lebensmittelhandels führt bei uns zu Auslistungen und damit zur Existenzgefährdung unserer Unternehmen und der Mitarbeiter.

Diese Forderungen äußerten die Papenburger Unternehmer Reiner Borrmann und Thomas Albers. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer hob die Bedeutung einheitlicher Rahmenbedingungen im Bereich Pflanzenschutz für die Unternehmen hervor. Der ZVG fordert weiterhin eine Harmonisierung dieser Rahmenbedingungen innerhalb der EU.

Ein weiterer Diskussionspunkt war der aktuelle Stand des Bundesprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Die hohe Nachfrage bereits im ersten Jahr zeigt die Relevanz dieses Programms für den Gartenbau und die Notwendigkeit seiner Fortführung.

24.07.2017

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