Ausbildungstag im Kurpark Bad Krozingen stärkt Pflanzenkenntnisse im GaLaBau-Nachwuchs
Mehr als 50 Auszubildende und ihre Ausbilder trafen sich am 17. September im Kurpark Bad Krozingen zum Ausbildungstag „Pflanzen sehen und erkennen“. Organisiert wurde die Veranstaltung von Ulrich Herzog, Pflanzenspezialist der Firma Fautz – die Gärten aus Bad Krozingen, für die Region Südlicher Oberrhein im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg.
Der Ausbildungstag fand bereits zum vierten Mal statt und richtet sich gezielt an Nachwuchskräfte im Garten- und Landschaftsbau. Ziel ist es, das Fachwissen rund um Pflanzenkenntnisse praxisnah zu vermitteln und die Begeisterung für Gehölze und Stauden zu stärken.
Genaues Hinschauen als Schlüssel zur Pflanzenbestimmung
Zum Auftakt erklärte Ulrich Herzog den Teilnehmern, wie wichtig das genaue Beobachten bei der Bestimmung von Pflanzen ist. Entscheidend seien vor allem charakteristische Merkmale wie Blätter, Knospen, Blüten, Früchte und die Borke.
Wer diese fünf zentralen Eigenschaften aufmerksam betrachtet, kann viele Gehölze schnell einordnen und erste Erfolge bei der Pflanzenbestimmung erzielen. Diese Erfolgserlebnisse wecken häufig weiteres Interesse an botanischen Details.
Im Anschluss an die Einführung folgte eine fachliche Führung durch den Kurpark. Gemeinsam mit Hans-Jürgen Sutter, Gärtnermeister der Firma Fautz und verantwortlich für die Pflege des Kurparks, übten die Teilnehmer das genaue Beobachten direkt an den Pflanzen vor Ort.
Praktische Merkhilfen erleichtern das Lernen
Während der Führung stellten die Experten verschiedene Methoden vor, mit denen sich Pflanzen leichter wiedererkennen lassen. Häufig reichen bereits zwei oder drei markante Merkmale aus, um eine Pflanzengattung sicher zu bestimmen.
Ein Beispiel sind die charakteristischen „Hubschrauberfrüchte“ des Ahorns oder die glatte graue Rinde mit spitzen braunen Knospen der Rotbuche (Fagus sylvatica). Solche typischen Eigenschaften erleichtern den Einstieg in die Pflanzenbestimmung.
Auch kleine Geschichten können beim Lernen helfen. So besitzt der Mammutbaum eine besonders dicke, rötliche Borke, die als natürlicher Brandschutz dient. Als sogenannter Feuerkeimer benötigt er sogar hohe Temperaturen, damit seine Samen keimen können.
Wissenstest zum Abschluss
Am Nachmittag konnten die Teilnehmer ihr neu erworbenes Wissen praktisch anwenden. In Teamarbeit beantworteten sie einen Fragebogen zur Pflanzenbestimmung, der von Ulrich Herzog entwickelt wurde.
Die Aufgaben wurden sowohl von Auszubildenden als auch von Ausbildern mit großem Engagement bearbeitet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer die Inhalte der Veranstaltung erfolgreich aufgenommen hatten.
Die vier besten Teams wurden mit Sachpreisen ausgezeichnet. Aufgrund der positiven Resonanz soll der Ausbildungstag auch im kommenden Jahr erneut stattfinden.
Die praxisnahe Vermittlung von Pflanzenwissen hat sich damit zu einem festen Bestandteil der Nachwuchsförderung im Garten- und Landschaftsbau der Region entwickelt.
