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Pilzbefall an Bäumen vorbeugen: Strategien nach der Fällung

Nach der Fällung von Stadt- und Parkbäumen im Winter können bestimmte Regeln das Risiko der Verbreitung von Schadorganismen verringern. Holzzersetzende Pilze wie Hallimasch-Arten oder Wurzelschwamm stellen eine Bedrohung für den Baumbestand dar.

Effektive Maßnahmen gegen Pilzbefall nach Baumfällungen

Organisches Material wird durch Pilze und andere Mikroorganismen abgebaut. Sogenannte Saprophyten sind beispielsweise für den Abbau von Totholz verantwortlich. Dieser Abbauprozess ist für das Ökosystem notwendig. Problematisch wird es, wenn Pilze parasitär auftreten, also lebendes Holz besiedeln und zersetzen. Wer nach der Fällung von Stadt- und Parkbäumen im Winter bestimmte Regeln beachtet, kann das Risiko einer Verbreitung dieser Schadorganismen und einer Bedrohung des Baumbestandes verringern.

Zu den holzzersetzenden Pilzen, die sowohl lebendes als auch totes Holz befallen können, gehören häufig Hallimasch-Arten, Wurzelschwamm, Brandkrustenpilz und Lackporling. Sie verbreiten sich auf verschiedene Weisen: Sporen gelangen über den Sporenflug an Baumwunden oder wachsen in den Boden ein. Eine weitere Verbreitungsform sind Wurzelverschweißungen zwischen Bäumen derselben Art. Insbesondere können Pilze jedoch Rhizomorphen, also Pilzfäden, bilden, die sich vom befallenen Substrat über weite Strecken (50 Meter und mehr) im Boden zu einem neuen Wirt ausdehnen können.

Vitale, gesunde Bäume können sich in der Regel durch eigene Abwehrmechanismen vor Pilzbefall schützen. Bei Verletzungen an Wurzel oder Rinde, Bodenverdichtungen, Trockenstress oder Staunässe – also in einem geschwächten Zustand – haben Baumschädlinge jedoch leichtes Spiel. Bäume, die von holzzersetzenden Pilzen befallen sind, insbesondere Stadt- und Parkbäume, stellen ein Risiko dar, wenn diese wurzelbürtigen Pilzarten ihre Stand- und Bruchsicherheit beeinträchtigen.

Komplettrodung zur Prävention

Pilze benötigen Nahrung und Energie, um benachbarte Bäume zu erreichen. Diese finden sie in alten Wurzelstöcken. Ihre Verbreitung wird maßgeblich durch nicht entfernte Wurzelreste verursacht, die bei unvollständigen Rodungsarbeiten im Boden verbleiben. Es genügt nicht, nur den zentralen Baumstumpf zu entfernen, wie es beim Ausfräsen der Fall ist.

Die Entfernung des Wurzelstocks mitsamt aller Stark- und Grobwurzeln, die beispielsweise mit einem Rodungsmesser durchgeführt werden kann, entzieht den Schadpilzen die Grundlage für ihre Verbreitung. Durch eine Komplettrodung werden ideale Voraussetzungen für Bestandsbäume und Neupflanzungen geschaffen.

25.11.2010

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