Flexible Spiellandschaften für kreative Entfaltung
Klassische Spielgeräte wie Klettergerüste und Wippen sind feste Bestandteile vieler Spielplätze. Für bestimmte Einsatzbereiche sind jedoch flexible Lösungen gefragt. Ein Ansatz hierfür sind mobile Spiellandschaften, die nicht an einen festen Ort oder installierte Geräte gebunden sind.
Ein solches Konzept ist der Imagination Playground, entwickelt vom Architekten David Rockwell. Dieses System besteht aus 105 transportablen Elementen in verschiedenen Größen und Formen, darunter Kästen, Zahnräder, Kurven und Zylinder. Die Teile können ineinandergesteckt, übereinander oder nebeneinander platziert werden, um immer neue Spielwelten zu schaffen.
Der Imagination Playground eignet sich für den Einsatz in Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen sowie im Tourismusbereich, beispielsweise in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen. Playparc, mit Sitz in Willebadessen, vertreibt dieses Konzept exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Förderung der kindlichen Entwicklung durch freies Spiel
Das Konzept des Imagination Playground betont die Bedeutung des kreativen, unstrukturierten und freien Spiels für die Entwicklung von Kindern.
Es unterstützt die intellektuelle, soziale, physische und emotionale Entwicklung von Kindern.
Während traditionelle Spielplätze oft auf die Förderung der Grobmotorik abzielen, ermöglicht das Spiel mit den blauen Blöcken den Kindern, eigene Spiellandschaften und Traumwelten zu gestalten. Dies geschieht in ständiger sozialer Interaktion, wodurch die Kinder ihre Umgebung aktiv mitgestalten.
Wissenschaftliche Untersuchung und Praxiserfahrungen
An der Universität Paderborn ist eine sechsmonatige Studie geplant, um die Auswirkungen des Materials auf die motorische, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern in Schulen und Kitas zu untersuchen. Erste Erfahrungen aus einem Testlauf im Paderborner Ahorn-Sportpark zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse.
Sandra Weiffen, Sportwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der Studie, stellte fest, dass der Imagination Playground einen hohen Aufforderungscharakter besitzt und großes Potenzial für Kinder bietet. Sie beobachtete, wie Fünftklässler unbefangen und kreativ mit den blauen Blöcken umgingen. Mädchen entwickelten schnell Rollenspiele, während Jungen sich eher Ballspielen widmeten.
Anders als konventionelles Spielzeug oder Spielplätze diktiert Imagination Playground nicht die Struktur des Spiels. Durch die einheitliche Farbgestaltung entstehen keine Streitigkeiten um Spielblöcke oder Rangfolgen. Jeden Tag entsteht eine neue Welt, in der Kinder allein oder in der Gruppe ihre eigenen Szenarien, Spiele und vor allem eigenen Regeln entwerfen können.
Die Sets sind wasserabweisend, leicht zu reinigen und am Ende ihrer Nutzungszeit recycelbar. Sie können vielseitig im Innen- und Außenbereich eingesetzt und mit anderen Materialien wie Wasser und Sand kombiniert werden.
