Erfolgreicher Einsatz deutscher Baumaschinen auf dem fünften Kontinent
Die australische Bauindustrie verzeichnet wieder deutliche Zuwächse. Insbesondere der Markt für Baumaschinen gilt als offen für internationale Anbieter. Deutsche Baumaschinen erfreuen sich in Australien großer Beliebtheit. Ein Beispiel hierfür ist A Class Pavers, ein führendes Unternehmen im Bereich der Pflasterverlegung in Australien, das auf Maschinen der Probst GmbH setzt.
Bereits im Jahr 2001 führte A Class Pavers als erstes Unternehmen in Westaustralien Maschinen der Probst GmbH für die Pflasterverlegung ein. Dies ermöglichte eine erhebliche Reduzierung der Verlegezeiten und eine Senkung der Kosten für die Kunden.
Ein Großprojekt im Jahr 2012 umfasste die Pflasterung einer Fläche von 82.000 m² mit Uni-Steinen in 90-Grad-Fischgrät-Formation für die Niederlassung eines Baumaschinenherstellers in Newcastle, Tomago. Das Projekt wurde innerhalb von sechs Monaten realisiert. Eine besondere Anforderung war die hohe Belastbarkeit des Pflasters, da täglich schwere Baumaschinen darüber rollen sollten, ohne Schäden zu verursachen. Bei diesem Vorhaben kamen der Flächenfertiger POWERPLAN PP und die Verlegemaschine VM 401 der Probst GmbH zum Einsatz. Die Maschinen erfüllen die hohen australischen Sicherheitsstandards.
Die Pflasterverlegung in Australien unterliegt spezifischen Vorgaben, die durch die klimatischen Bedingungen des trockenen Kontinents bedingt sind. Aufgrund der Wasserknappheit muss Regenwasser gesammelt werden. In Tomago wurde daher Teer mit einem Gefälle auf den vorbereiteten Boden aufgebracht, um das Auffangen und Sammeln von Regenwasser zu ermöglichen. Eine etwa 3 cm dicke Sandschicht gleicht das Gefälle aus und stabilisiert den Untergrund vor der Verlegung der Pflastersteine.
Der POWERPLAN PP wird in Australien hauptsächlich zum Aufbringen von Sand verwendet, während in Deutschland primär Splitt zur Planumserstellung eingesetzt wird. Der Flächenfertiger ist für beide Materialien ausgelegt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Asphaltfertigern, die mit verschleißanfälligen Kratzbändern und Schneckenwellen arbeiten, wurde der POWERPLAN PP speziell für den verschleißarmen und präzisen Einbau von Unterbau, Feinplanum und Bettungsmaterial im Pflasterbau entwickelt. Materialverteilung und Einbau erfolgen in einem Arbeitsgang, was hohe Flächenleistungen ermöglicht. Die Bedienung wird durch eine übersichtliche Instrumentierung erleichtert. Die Höhensteuerung kann optional mittels Ultraschall-Sensoren, Laserempfängern oder Neigungssensoren erfolgen.
Nach dem Aufbringen der Sandfläche mit dem POWERPLAN PP kam die Pflasterverlegemaschine VM 401 zum Einsatz. Diese Maschine kombiniert Technologie mit Bedienkomfort. Ein 4-Zylinder-Dieselmotor bietet Leistungsreserven. Die geräumige, isoliert und gummiert gelagerte Kabine sorgt für Fahrkomfort. Die kompakte Bauweise der VM 401 ermöglicht Arbeiten auf engem Raum. Der Bediener hat eine uneingeschränkte Sicht nach vorn und hinten, was Arbeitsqualität und -sicherheit fördert. Das Fahrwerk der Verlegemaschine verfügt über eine doppelte Knicklenkung.
Dadurch wirken selbst bei Kurvenfahrten auf frisch verlegten Pflasterflächen keine horizontalen Kräfte auf das Pflaster ein, da die Räder beim Lenkungseinschlag bodenschonend abrollen.
