Nachhaltigkeit durch umfassende Reparaturleistungen
Der Zeppelin Service bietet umfassende Reparaturleistungen an, die im Laufe der Jahre erweitert wurden. Ein etablierter Bestandteil des Angebots ist das Rebuild-Programm, durch das bereits über 200 Geräte ein zweites Maschinenleben erhalten haben.
Ein Beispiel für die Möglichkeiten des Rebuild-Programms wurde kürzlich auf der bauma anhand eines Cat Radladers 982M demonstriert. Die RTH J.Koops GmbH & Co.KG aus dem Osten Hamburgs nutzte diesen Service für ihre Cat Raupe D6N, Baujahr 2006. Dabei ging die Koops-Gruppe einen Schritt weiter und beauftragte ein "Rebuild vom Rebuild" bei der Zeppelin Niederlassung Hamburg. Dies ermöglichte dem Kettendozer ein drittes Maschinenleben, eine Premiere für Zeppelin.
Für Kunden werden solche Instandsetzungen immer attraktiver, nicht nur aufgrund der gestörten Lieferketten. Sie sind häufig eine echte Alternative. Bei einem Rebuild wird die Cat Baumaschine, die sich über Jahre beim Kunden bewährt hat, wieder in einen neuwertigen Zustand versetzt. Das Thema Ressourcen schonen ist in aller Munde und das Rebuild ist ein hervorragendes Beispiel dafür.
Dies berichtet Zeppelin Serviceleiter Timm Fründt. Er ergänzt, dass die professionelle Instandsetzung älterer Geräte den Verbrauch von Rohstoffen und Energie reduziert, Emissionen mindert und zudem kosteneffizient ist. Kunden wie die Koops-Gruppe kennen die Vorteile derartiger Lebensverlängerungen für Maschinen.
Es ist eine starke Sache, wenn man bedenkt, wie man so Ressourcen schonen kann.
So Tino Gäbert, Geschäftsführer des zur Koops-Gruppe gehörenden Kieswerks Zarrentin. Es ist das erste Mal, dass Zeppelin Service eine Baumaschine nach einem bereits erfolgten Rebuild erneut überholt. Dies bestätigt die Wirksamkeit der 2016 durchgeführten Aufarbeitung.
Der Serviceleiter erläutert, dass eine enge Abstimmung mit den Fachabteilungen erfolgte, um zu klären, welche Bauteile einem dritten Maschinenleben standhalten können. Die Raupe erwies sich als geeignet für eine weitere Überholung. Entscheidend ist dabei der Zustand des Rahmens. Obwohl das Metallgefüge durch Belastung weich und brüchig werden kann, war der Rahmen in diesem Fall in Ordnung, was eine Grundvoraussetzung für ein weiteres Rebuild darstellte. Bauteile wie Endantriebe, Getriebe und Motor lassen sich hingegen gut überholen. Die Servicemitarbeiter in Hamburg wurden dabei von Kollegen anderer Niederlassungen unterstützt.
Die Zeppelin-eigene Motor- und Getriebespezialisierung in Frankenthal war in das Projekt involviert. Nach der Grundüberholung wurde der Motor auf dem Prüfstand umfassend geprüft. Zu den weiteren Aufgaben der Servicemitarbeiter gehörte die Aufbereitung und teilweise Lackierung der Fahrerkabine sowie die Erneuerung aller Schalter und Verkleidungen. Alle Scheinwerfer wurden auf LED umgerüstet und weitere Produktverbesserungen vorgenommen. Die Feuerschutzkomponenten zwischen Motor und Kabine wurden ersetzt, da sie nicht mehr den Anforderungen entsprachen. Auch die Klimaanlage erhielt ein Update. Der Fahrersitz wurde gereinigt und kundenindividuelle Anpassungen vorgenommen. Die ursprünglich gelbe Kabine wurde in Anlehnung an einen neuen Cat D5 Dozer schwarz lackiert.
Bereits beim ersten Rebuild zeigte sich, dass die Laufwerksschiffe ein neuralgischer Punkt sind, der hohen Belastungen standhalten muss. Diese wurden bereits bei der ersten Instandsetzung vor sechs Jahren grundüberholt. Eine Vorprüfung zeigte Verschleißerscheinungen in Form von Rissen in diesem Bereich, die fachgerecht verschlossen wurden.
Die durchgeführten Arbeiten erfolgten nach strengen Kriterien, vorgegeben durch Caterpillar. Doch wie das Beispiel zeigt, können auch kundenspezifische Wünsche mit einfließen.
So Timm Fründt. Eine umfassende Garantie auf Kraftstrang und Hydraulik sowie ein langfristiger Wartungsvertrag bilden die Basis für eine weitere langjährige Nutzung. Koops-Fahrer Olaf Rauscher kann seinen Dozer nun wieder für Rekultivierungsmaßnahmen einsetzen.

