Naturschutz, Verbände und Organisationen

DWA erarbeitet Merkblatt zum Umgang mit Totholz in Fließgewässern

Die DWA plant ein Merkblatt zum Umgang mit Totholz in Fließgewässern. Totholz ist wichtig für naturnahe Bäche und Flüsse, beeinflusst biologische und hydromorphologische Verhältnisse positiv. Das Merkblatt soll Empfehlungen für Verantwortliche geben und die Gewässerentwicklung fördern.

Totholz als Schlüssel zur Gewässerentwicklung

Das Belassen von Totholz im Gewässerbett, der natürliche Eintrag oder der gezielte Einbau von Totholzstrukturen sind wichtige Schritte zur Erreichung dieser Ziele. Durch den gezielten Einbau von Totholz kann eine Revitalisierung von Gewässersystemen mit geringem technischem und finanziellem Aufwand erreicht werden. Die Gewässerunterhaltung sollte dabei nicht nur die Pflege, sondern auch die Entwicklung der Gewässer berücksichtigen, wozu auch der Umgang mit Totholz gehört.

Neben den strukturellen Vorteilen für die Gewässerstruktur müssen jedoch auch mögliche Probleme wie eine Reduzierung der Abflussleistung des Gerinnes oder die Gefahr von Verklausungen beachtet werden.

Aufgaben und Ziele der Arbeitsgruppe

Eine neu gegründete Arbeitsgruppe mit der Bezeichnung GB-2.20 „Totholz in der Gewässerunterhaltung“ im Fachausschuss GB-2 „Ausbau und Unterhaltung von Fließgewässern“ soll Mindestanforderungen für den Umgang mit Totholz im Rahmen der Gewässerunterhaltung formulieren und Vorschläge für deren materielle Ausgestaltung erarbeiten.

Das geplante DWA-Merkblatt soll Verantwortlichen in Ländern, Kommunen und Verbänden, insbesondere Fachleuten in wasserwirtschaftlichen Dienststellen, Naturschutzbehörden, Ingenieurbüros und Aufsichtsbehörden, Empfehlungen für den Umgang und die Verwendung von Totholz geben. Ziel ist es zudem, den Gedanken der Gewässerentwicklung im Rahmen der Unterhaltung stärker zu verankern.

Die Erarbeitung des Merkblatts erfolgt in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe WW-3.8 „Rauheitswirkung und Fließwiderstand von Totholz in Gewässern“.

Mitarbeit und Kontakt

Die DWA-Bundesgeschäftsstelle nimmt Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben entgegen. Zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe sind Vertreter wissenschaftlicher Einrichtungen, Planungsbüros, Betreiber wasserwirtschaftlicher Anlagen, Mitarbeiter von Gewässerunterhaltungspflichtigen und Behörden sowie Vertreter forstwirtschaftlicher Einrichtungen oder sonstige Interessierte eingeladen.

Interessenten werden gebeten, sich mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs an folgende Adresse zu wenden:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Geogr. Georg Schrenk
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel.: 02242/872-210
Fax: 02242/872-184
E-Mail: schrenk@dwa.de

11.12.2018

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