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​​​​​​​Richtiges Spannen von Maschinenriemen auf einen Blick

17.12.2025

​​​​​​​Das richtige Spannen und die fachgerechte Montage von Antriebsriemen entscheiden über das optimale Funktionieren und damit die Rentabilität von Maschinen. Wie aber gelingt das in der Praxis? Der VTH Verband Technischer Handel e.V. gibt Anwendern hierfür wichtige Tipps.

Die Riemenspannung ist entscheidend für die effektive Funktion und Langlebigkeit von Maschinen. Eine zu geringe Spannung führt zu Schlupf, wodurch Leistung verloren geht, und der Riemen verschleißt. Eine zu hohe Spannung hingegen belastet die Lager und reduziert deren Lebensdauer. Nur eine korrekte Spannung schützt Lager vor Überlastung und sorgt für eine effiziente Kraftübertragung.

Entscheidend für Rentabilität

Eine optimale Riemenspannung wirkt sich daher unmittelbar auf die Rentabilität der Maschinen aus. Deshalb sollten alle vorbereitenden Prozesse, die in der Folge für ein optimales Funktionieren der Riemen wesentlich sind, ordnungsgemäß durchgeführt werden. Dazu gehört zunächst die korrekte Ausrichtung der Riemenscheiben und eine regelmäßige Inspektion auf Verschleiß. Vor der Montage muss der alte Riemen sorgfältig entfernt werden. Nach dem Auflegen des neuen Riemens wird die Spannung eingestellt und eine Endkontrolle durchgeführt.

Tipps von Experten für die korrekte Anwendung

Gemeinsam mit der Optibelt GmbH, einem von 21 VTH-QUALITÄTSPARTNERN, hat die VTH-Fachgruppe „Antriebstechnik“ einen Praxisleitfaden erstellt und visualisiert:

1. Vorbereitung der Riemenmontage

  • Sicherheitsvorkehrungen: Maschine ausschalten und gegen ungewolltes Starten sichern.
  • Gerät zur Messung der Riemenspannung und Herstellerunterlagen bereitlegen.
  • Riemen und Scheiben auf Beschädigungen, Risse, Verschmutzung, Verschleiß visuell prüfen

2. Riemenausrichtung

  • Riemen korrekt auflegen: sicherstellen, dass der Riemen sauber in den Rillen der Scheiben sitzt.
  • Horizontale Ausrichtung mit dem Laser Pointer oder Richtschiene/Richtschnur. Max. Wellenabweichung: 0,5 Grad.
  • Vertikale Ausrichtung: Fluchtung vor und nach dem Anziehen prüfen, damit die Scheiben parallel ausgerichtet sind.

3. Erstmontage

  • Die empfohlene Riemenspannung gemäß den Herstellerangaben (z. B. Optibelt) verwenden.
  • Frequenzmessgerät und Vorspannungsmessgerät für die Trumkraft einsetzen.
  • Keine Mischung unterschiedlicher Riementypen (Leistungsklassen) oder Hersteller.

Maschinenbauingenieur Robert Greifensteiner, Vertriebsleiter bei Optibelt für Mittel & Südosteuropa, empfiehlt, die Antriebe danach regelmäßig zu prüfen. Zur Wartung gehören eine Sichtprüfung, das Nachspannen und der Austausch bei Verschleiß. Bei Fragen steht das Kompetenznetzwerk der VTH-Fachgruppe „Antriebstechnik“ zur Verfügung. Es vereint erfahrene Technische Händler im D-A-CH-Gebiet. Zu ihren Qualitätsprodukten gehören alle relevanten Riemenantriebe, wie zum Beispiel Keil-, Zahn-, Flach- und Rundriemen sowie Kettenantriebe.

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