Neuausschreibung der Landesgartenschau 2022: Hintergründe und Förderungen
Die Landesgartenschau 2022 wird neu ausgeschrieben. Dies gab die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf in München bekannt. Ziel ist es, einen geeigneten Ausrichter für das Jahr 2022 zu finden. Die Ministerin äußerte sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird, wies jedoch auf den knappen Zeitrahmen hin.
Bereits mehrere Kommunen haben Interesse an der Ausrichtung der Landesgartenschau 2022 bekundet. Scharf warb bei den Gemeinden für eine Teilnahme an der Ausschreibung.
Gartenschauen sind ein Tourismusmotor. Seit 1980 haben 22 Millionen Menschen die Landes- und Regionalgartenschauen in Bayern besucht. Das Geld der Besucher bleibt in den Regionen. Gartenschauen schaffen einmalige Naturerlebnisse mitten in der Stadt und einen dauerhaften Mehrwert.
Um möglichst viele Gemeinden anzusprechen, können sich Kommunen sowohl für eine Landesgartenschau als auch für eine kleinere Regionalgartenschau bewerben. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. Januar 2017.
Hintergrund und Förderung
Die Landesgartenschau 2016 wurde kürzlich in Bayreuth eröffnet. Die Ausrichter für die Jahre 2018 und 2020 sind Würzburg und Ingolstadt. Die Neu-Ausschreibung für 2022 ist eine Reaktion des Umweltministeriums auf einen Bürgerentscheid in Traunstein, bei dem sich die Bürger gegen die ursprünglich dort geplante Landesgartenschau ausgesprochen hatten.
Seit 1980 hat Bayern die Kommunen bei Gartenschauen mit insgesamt 67 Millionen Euro unterstützt. Dabei wurden rund 460 Hektar dauerhafte Grünflächen neu geschaffen. Der Freistaat fördert Gartenschauen über das bayerische Umweltministerium mit Investitionszuschüssen für dauerhaft errichtete Anlagen. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 3,6 Millionen Euro für Landesgartenschauen und 1,6 Millionen Euro für Regionalgartenschauen. Zusätzlich gewährt das bayerische Landwirtschaftsministerium Zuschüsse zum Durchführungshaushalt der Gartenschauen.
