Dresden: Eine „Stadt in der Landschaft“ – Auszeichnung und Nominierung
Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat im Bundeswettbewerb Entente Florale die Goldmedaille erhalten. Diese Auszeichnung wurde auf dem Gelände des ZDF-Fernsehgartens in Mainz verliehen. Gleichzeitig wurde Dresden ausgewählt, die Bundesrepublik Deutschland im Europawettbewerb Entente Florale 2013 zu repräsentieren.
Die Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Entente Florale unter dem Motto „Gemeinsam aufblühen“ fand vor über 600 Zuschauern statt. Zahlreiche Teilnehmerstädte waren mit Delegationen angereist. Die Ehrungen umfassten sowohl die Wettbewerbsteilnehmer des Jahres 2011 als auch die des Jahres 2012. Insgesamt wurden sechs Goldmedaillen an 18 teilnehmende Kommunen vergeben, wobei Ortenberg in Hessen an beiden Wettbewerbsjahren teilnahm.
Die Kommunen wurden für ihre nachhaltige Grünpolitik, ihre gepflegten Grünflächen und die Aktivierung der Bürger für ihr Lebensumfeld gewürdigt. Die Jury der Entente Florale bereiste über zwei Wochen im Juli alle teilnehmenden Kommunen. Vier Kommunen erhielten Silber, sieben Städte und Gemeinden Bronze. Eine Gemeinde sowie ein Stadtteil wurden mit einer „Lobenden Anerkennung“ für ihr Engagement im Grünbereich ausgezeichnet.
Die Ehrungen wurden von Vertretern der Bundesministerien vorgenommen: Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesbauministerium. Ebenfalls anwesend waren Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, und Klaus Groß, Vorsitzender des Komitees Entente Florale Deutschland. Diese Vertreter vergaben auch Sonderpreise im Wettbewerb.
Für die Nominierung Dresdens zum Europawettbewerb 2013 nahmen Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister, und Detlef Thiel, Amtsleiter für Stadtgrün, eine Europaflagge entgegen. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Dresden eine stark durchgrünte Stadt sei, die durch ein Netz grüner Räume und Verbindungen eine hohe stadtplanerische und allgemeine Lebensqualität biete. Die enge Verzahnung stadträumlicher und landschaftlicher Qualitäten in der Innenstadt wurde als wesentliches Merkmal Dresdens hervorgehoben.
Dresden wird auch als „Stadt in der Landschaft“ bezeichnet. Ein Beispiel hierfür ist der Weißeritz-Grünzug, der sich über 1,2 km mit Fuß- und Radwegen, Spielbereichen und einer Skater-Anlage durch den Süden der Stadt erstreckt. Auch Anlagen wie der Staudengarten am Königsufer tragen zum Stadtbild und zur Lebensqualität bei. Neben den Hauptpreisen der Entente Florale wurden drei Sonderpreise der Bundesministerien sowie vier Sonderpreise von Verbänden vergeben.
Der Sonderpreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für gelungene Parkgestaltung mit standorttypischen Pflanzen ging an Ortenberg in Hessen für den Natur-Erlebnis-Spielplatz Lißberg. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zeichnete mit dem Sonderpreis „Naturschutz in der Stadt“ das Projekt „Schlüters Kuhle“ in Bad Bentheim aus, das die Renaturierung eines ehemaligen Steinbruchs zum Ziel hatte.
Der erstmals vergebene Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wurde Ettenheim für den Prinzengarten verliehen. Dieser ehemals private Adelsgarten wurde zu einem öffentlichen Raum umgestaltet, der für gemeinsame Aktivitäten, Konzerte und Veranstaltungen genutzt wird.
Sonderpreise der Verbände und weitere Auszeichnungen
Auf einem Markt der Begegnungen rund um den ZDF-Fernsehgarten präsentierten die teilnehmenden Kommunen ihre während des Bundeswettbewerbs durchgeführten Aktionen. Im Rahmen eines Nachmittagsprogramms, geleitet von Dr. Hans-Hermann Bentrup, Vorsitzender des Kuratoriums Entente Florale Deutschland, stellten sich die Teilnehmer mit kulturellen Beiträgen vor. Der Bundeswettbewerb Entente Florale ist eine Initiative des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG), des Deutschen Städtetages (DST), des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) sowie des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV).
- Der Preis des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) ging an die Altmarkt-Galerie in Dresden.
- Der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) zeichnete mit seinem Preis „Andere begeistern“ das Engagement einer Gruppe von Verwaltungsleuten und Bürgern aus, die sich für die Umwandlung Andernachs in eine „essbare Stadt“ einsetzen.
- Traunstein erhielt den Preis des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) für seinen Waldfriedhof.
- Die Familie Homola aus Wangerland wurde von der Deutschen Gartenbau Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) für den „Schönsten Privatgarten“ ausgezeichnet.