Die Pracht historischer Rosen und ihre Pflege
Aktuell präsentieren sich auf der Pfaueninsel und im Park Sanssouci-Charlottenhof 232 Sorten historischer Rosen in voller Blüte. Das Blütenschauspiel, das im Mai begann, hat seinen Höhepunkt erreicht. Historische Rosen sind für ihren intensiven Blütenduft bekannt, der bei modernen Züchtungen oft zugunsten einer längeren Blütezeit reduziert wurde. Besonders hervorzuheben sind die über 500 Hochstämme, die mit ihrer kugeligen Form eine besondere Blütenpracht entfalten.
Die Pflege dieser Rosen erfordert einen erheblichen Aufwand durch spezialisierte Gärtner. Insbesondere die veredelten Hochstämme reagieren empfindlich auf Witterungseinflüsse. Oliver Kolle, der Rosengärtner auf der Pfaueninsel, bietet im Rahmen des Insel-Spaziergangs fachkundige Einblicke in die Pflege historischer Rosen. Diese Arten zeichnen sich nicht nur durch ihre Schönheit und ihren Duft aus, sondern gelten auch als besonders pflegeintensiv.
Im nahegelegenen Ergänzungsrosengarten können weitere 60 historische Rosensorten besichtigt werden. Die Kultivierung von Rosen begann vor über 4.000 Jahren in China. Sie wurden bereits im antiken Rom und in Griechenland geschätzt und fanden ab dem Mittelalter auch in Europa Verbreitung. Dort wurden sie in der Kunst dargestellt und galten in der Romantik als Symbol der "verwirrenden Liebe". Im 19. Jahrhundert entstanden in Europa zahlreiche Rosengärten, die die Vielfalt der Rosen kunstvoll inszenierten.
Veranstaltungshinweis
Lennés Rosengarten-Spaziergang über die Pfaueninsel anlässlich des 150. Todestages von Peter Joseph Lenné findet am Mittwoch, den 15. Juni 2016, um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist das Fährhaus auf der Insel. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist bedingt rollstuhlgeeignet.
