Inventa 2019: Garten- und Landschaftsbau im Fokus
Die Inventa 2019 in Karlsruhe zog vom 15. bis 17. März rund 30.000 Besucher an. Neben Ausstellungen zu Inneneinrichtung und Wein präsentierte die Messe zahlreiche Konzepte für Vorgärten und grüne Wellnessbereiche.
Unsere Besucher haben ein klares Interesse an hochwertigen Produkten und Dienstleistungen sowie echter Nachhaltigkeit. Ein Garten erfüllt heute vielfältige Funktionen. Wichtig für uns als Experten für Garten und Landschaft ist neben einer harmonischen Gestaltung auch der Anspruch der Biodiversität, um die Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Insekten zu fördern.
Dies betonten Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, und Klaus Ring, Regionalvorsitzender des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. für die Region Mittlerer Oberrhein. Insgesamt zehn Showgärten und drei weitere Gartenpräsentationen zeigten in Messehalle 3 Konzepte von kleinen Vorgärten über Wasserlandschaften bis hin zu einem Gartenkokon.
Prämierte Gartenkonzepte
Im Rahmen des Garden Awards wurden mehrere Projekte ausgezeichnet. In der Kategorie „Vorgarten“ erhielt die Firma Westenfelder GmbH aus Eggenstein-Leopoldshafen den Preis für die Gartenidee „Das kleine Grün“. Gartenraum Bender gewann mit der „Grünen Ellipse“ in der Kategorie „Sinnbild eines Gartens“. Thomas Knebel wurde für seine Planungsidee „Kokon“ im Bereich „Hausgarten“ prämiert.
Details zu den Showgärten
Der prämierte Vorgarten „Das kleine Grün“ der Westenfelder GmbH wurde als blütenreiche Visitenkarte konzipiert, die auch Vögeln, Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Lebensraum bietet. Anthrazitfarbene Schieferpalisaden führten zum Hauseingang, begleitet von einem Wasserspiel und einer mehrstämmigen Felsenbirne. Dieses Konzept ist auf unterschiedliche Grundstücksgrößen übertragbar und demonstriert das Potenzial kleiner Grünflächen im Kontext des Klimawandels.
Der Showgarten „Kokon“ von Thomas Knebel – Gärten gestalten aus Pfinztal griff den Trend zum Rückzug in die Privatsphäre auf. Inspiriert von Seidenraupen, entstand anstelle einer Terrasse ein intimer Kokon aus Baustahlstäben und weißen Seilen. Diese Struktur, umgeben von gestaltetem Grün, schuf eine ruhige Atmosphäre. Sitzbänke aus Gabionenkörben mit witterungsbeständigen Holzauflagen passten sich der ovalen Form an und wurden durch Lichtakzente in Szene gesetzt.
Die PIR Unternehmen GmbH aus Karlsruhe präsentierte den Showgarten „NaturKlang“, der sich dem naturnahen Leben und Wohnen widmete. Ein fließender Wasserlauf, der sich durch Steine, Kies und Uferbepflanzung schlängelte, bildete das zentrale Element dieser Gestaltung.
Ein weiterer Vorgarten, „Natur pur auf kleinstem Raum“, wurde von Traumgärten von Thomas Heinzler aus Ettlingen gezeigt. Hier führten polygonale Schrittplatten aus Quarzit über einen kleinen Teich mit Wasserlauf. Im flachen Wasserbereich waren Sumpfdotterblumen, Gewöhnlicher Froschlöffel und Flatterbinsen angesiedelt. Frühlingsblüher wie Christrosen, Leberblümchen, Küchenschellen, Kugelprimeln, Schneeglöckchen, Anemonen, Krokusse und Gänseblümchen begleiteten den Zugang. Eine Holzterrasse aus Thermo-Esche bildete ein Podest vor der Haustür.


