Herausforderungen in der modernen Holzernte
Die Bedingungen für den Holzeinschlag ändern sich durch gesellschaftliche und politische Einflüsse. Um Wälder klimastabil zu gestalten, sollen Nadelholzreinbestände zunehmend in strukturreiche Mischbestände umgewandelt werden. Gleichzeitig fordert der Holzmarkt, insbesondere Sägewerke, eine nahezu ganzjährige Rohholzversorgung, was die Holzernte auch in belaubten Beständen notwendig macht.
Dauerwaldstrukturen, in denen erntereife Bäume, Naturverjüngung und Totholz gemeinsam vorkommen, erhöhen die Gefährdung für Forstwirte im Vergleich zum Altersklassenwald. Zusätzlich erfordern Baumkrankheiten wie das Eschentriebsterben den Einschlag von Holz, das besondere Verfahren und Werkzeuge notwendig macht.
Neue Lösungen für mehr Sicherheit
In den letzten Jahren wurden neue technische und methodische Lösungen entwickelt, um Forstwirte zu unterstützen. Wald und Holz NRW setzt diese Hilfsmittel in seinen Forstwirtrotten ein, um die Holzernte sicherer und ergonomischer zu gestalten. Parallel dazu haben Unfallversicherungsträger ihre Vorschriften für diese Arbeitsbereiche angepasst.
Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen hat Gefährdungsbeurteilungen entwickelt, die diesen Neuerungen Rechnung tragen. Auf den DLG-Waldtagen vom 15. bis 17. September 2017 präsentiert Wald und Holz NRW aktuelle Gefährdungsbeurteilungen, Werkzeuge für die motormanuelle Holzernte und technische Lösungen für die seilwindenunterstützte Fällung von Bäumen.
Ziel ist es, Waldbesitzer, Unternehmer und Forstbeschäftigte über den aktuellen Stand der Technik und die Vorgaben der Unfallversicherungsträger zu informieren. Damit soll die Sicherheit bei Holzerntearbeiten in komplexer werdenden Waldstrukturen verbessert und die Gefährdung der Beschäftigten minimiert werden. Das Special „Sichere Holzernte in komplexen Waldstrukturen“ ist am Stand FE 191 auf dem Gelände der DLG-Waldtage zu finden.
