Umweltfreundliche Alternativen zum Streusalz
Für Gehsteige und Wege empfiehlt sich die Verwendung salzfreier, abstumpfender Streumittel. Dazu zählen Granulate, Splitt oder Sand. Diese Materialien können nach dem Einsatz zusammengekehrt und wiederverwendet werden. Das Umweltbundesamt kennzeichnet salzfreie Streumittel mit dem „Blauen Engel“. Streusalz ist lediglich an besonderen Gefahrenstellen wie starkem Gefälle oder Treppen sowie in Ausnahmesituationen wie Eisregen sinnvoll.
Auswirkungen von Streusalz auf die Umwelt
Streusalz, meist Natriumchlorid, gelangt in den Boden, in Gewässer und ins Grundwasser. Hohe Salzkonzentrationen im Boden verändern dessen Zusammensetzung und Struktur, was zu einer Verschlämmung führen kann. Dies beeinträchtigt die Wasser- und Nährstoffaufnahme von Pflanzen. Junge Wurzeln werden geschädigt, der Holzzuwachs bleibt gering, Blätter verbräunen und im schlimmsten Fall stirbt die gesamte Pflanze ab.
Immergrüne Gehölze sind besonders betroffen, da ihre Wurzeln auch während der winterlichen Vegetationsruhe aktiv sind. Zusätzlich verursacht salzhaltiges Spritzwasser Schäden an den grünen Pflanzenteilen. In durchlässigen Böden wird der Chloridanteil des Auftausalzes ausgewaschen und gelangt ins Grundwasser. In Brunnen nahe verkehrsreicher Straßen wurden bereits sehr hohe Chloridwerte gemessen.
Langjährige Streusalzanwendung kann Böden unfruchtbar machen. Unter solchen Bedingungen können nur salztolerante Pflanzen gedeihen. Diese stammen häufig aus küstennahen Gebieten, deren Böden von Natur aus höhere Salzgehalte aufweisen.
Gärten, die an stark befahrene Straßen grenzen, sind im Winter durch salzhaltiges Spritzwasser stark belastet. Zäune und Hecken bieten hier kaum Schutz. Ein zur Straße hin aufgeschütteter Wall, bepflanzt mit salztoleranten Gewächsen, kann eine Entlastung für die Pflanzen bieten.
Salztolerante Pflanzenarten
- Erbsenstrauch (Caragana arborescens)
- Faulbaum (Frangula alnus)
- Feld-Ahorn (Acer campestre)
- Feld-Ulme (Ulmus minor)
- Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)
- Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
- Krummholz-Kiefer (Pinus mugo)
- Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
- Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
- Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
- Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)
Es wird empfohlen, mit Salz angereicherten Schnee nicht auf Gartenflächen mit offenem Boden zu lagern.