Studie beleuchtet Bezug zur Natur: Eltern verbringen weniger Zeit im Grünen mit ihren Kindern

Allgemeines

Eine aktuelle Studie der Husqvarna Group zeigt, dass viele deutsche Eltern nur selten oder nie mit ihren Kindern Wälder besuchen. 41 Prozent der Eltern gaben an, nie oder nur selten in Wäldern unterwegs zu sein. Zudem verbringen 58 Prozent der Eltern mit ihren Kindern weniger Zeit in Wäldern als sie selbst in ihrer Kindheit.

Einfluss des Bildungsgrads auf Naturaufenthalte

Der Bildungsgrad der Eltern scheint einen direkten Einfluss auf die Häufigkeit von Naturaufenthalten zu haben. 71 Prozent der Eltern mit Universitätsabschluss verbringen mindestens einmal monatlich Zeit im Grünen mit ihren Kindern, während dies nur auf 47 Prozent der Eltern ohne akademischen Abschluss zutrifft. Weltweit wünschen sich die meisten befragten Eltern, dass ihre Kinder mehr Zeit in der Natur verbringen. Dieser Wunsch variiert jedoch ebenfalls mit dem Bildungsgrad.

79 Prozent der Eltern mit akademischem Abschluss sind der Meinung, dass ihre Kinder mehr Zeit in Wäldern verbringen sollten, im Vergleich zu 70 Prozent der Eltern ohne Universitätsabschluss. Bezogen auf Parkanlagen äußern 83 Prozent der Eltern mit akademischem Abschluss diesen Wunsch, gegenüber 69 Prozent der Eltern ohne akademischen Abschluss.

Der Global Green Space Report der Husqvarna Group zeigt eindeutig, dass die Anzahl der Aufenthalte in der Natur in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass Kinder heute deutlich weniger Zeit im Grünen verbringen als wir in unserer Kindheit. Der Kontakt zur Natur ist wichtig für die Entwicklung der Kinder und bringt so viele Vorteile. Daher sollten wir versuchen, diesem negativen Trend entgegenzuwirken.

Eltern sind zu Opfern bereit für mehr Naturkontakt

Besonders Eltern von Kindern unter acht Jahren sind bereit, persönliche Abstriche zu machen, um ihren Kindern mehr Naturerlebnisse zu ermöglichen. 57 Prozent würden demnach abseits von Unterhaltungsmöglichkeiten wohnen, um der Natur näher zu sein. Bei kinderlosen Erwachsenen liegt dieser Wert bei 44 Prozent. Zudem wären 27 Prozent der Eltern mit kleinen Kindern bereit, weiter entfernt von Freunden zu leben, während dies nur 18 Prozent der kinderlosen Erwachsenen in Kauf nehmen würden.

Rund 18 Prozent der Eltern mit kleinen Kindern würden höhere Steuern akzeptieren, um mehr Grünflächen in ihrer Umgebung zu erhalten. Im Gegensatz dazu wären nur 7 Prozent der kinderlosen Erwachsenen und Eltern mit älteren Kindern dazu bereit. Um die Naturverbundenheit von Kindern zu fördern, befürworten 50 Prozent der Befragten zusätzliche Schulstunden im Freien.

Die Studie zeigt weiterhin, dass Eltern mit eigenem Garten häufiger andere Grünanlagen besuchen als Eltern ohne privaten Garten. Regelmäßige Aufenthalte in der Natur fördern zudem weitere Naturkontakte: Je häufiger Menschen Zeit im Grünen verbringen, desto mehr wünschen sie sich davon. Umgekehrt führt eine geringere Gelegenheit zu Naturaufenthalten zu einer Entfremdung von der Natur.

Methodik des Global Green Space Reports

Für den Global Green Space Report der Husqvarna Group wurden insgesamt 4.676 Interviews in neun Ländern durchgeführt, davon 530 in Deutschland. Die Befragung erfolgte mittels Online-Fragebogen, der per E-Mail an die Teilnehmer versandt wurde. Die Zielgruppe umfasste die breite Öffentlichkeit ab 18 Jahren in jedem Land. Die Umfrage wurde vom 9. bis 22. November 2012 durchgeführt.

Weitere Informationen:

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