Summer School: Konzept und Durchführung
Die Ausschreibung zur Teilnahme an der Summer School stieß auf großes Interesse. Es wurden 38 Studierende aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie drei Studierende aus Südkorea ausgewählt. Die Auftaktveranstaltung fand im Garten Karl Foersters in Bornim bei Potsdam statt. Dr. Näser, ehemaliger Leiter der Versuchsabteilung bei Karl Foerster, und Thoralf Götsch, Bereichsleiter der Stadt Potsdam für die Karl-Foerster-Gedenkstätten, führten die Teilnehmer durch den Garten.
Am folgenden Tag wurden die Studierenden von Matthias Kolle und Andrea Gerischer von der IGA Berlin 2017 GmbH begrüßt und in die Planungen der IGA eingeführt. Dr. Go und Prof. Hallmann vermittelten die Philosophie Karl Foersters und der Stiftung. Die praktische Arbeit begann mit einer Einführung in die Planungen für die IGA Berlin 2017 durch den Landschaftsarchitekten Christof Geskes. Als Planungsgebiet für die Summer School wurde der Eingangsbereich zur Eisenacher Straße ausgewählt, der Teil des IGA-Geländes in Berlin-Marzahn rund um die „Gärten der Welt“ ist.
Für diesen Bereich entwickelten die Studierenden Entwürfe, die anschließend in Bepflanzungskonzepte und -pläne umgesetzt wurden. Heiner Luz, Cassian Schmidt und Bernd Hertle unterstützten dies mit Inputvorträgen und übernahmen gemeinsam mit Swantje Duthweiler die Betreuung des Entwurfsprozesses. Die Ergebnisse wurden im zedernholzgetäfelten Kopfbau zum Orientalischen Garten in den Gärten der Welt präsentiert und diskutiert.
Prämierung der Entwürfe und Ausblick
Einige Studierende konzipierten den Eingangsbereich als Übergang zur angrenzenden Landschaft, während andere eine klare Zäsur vorschlugen. Ein Preisgericht unter dem Vorsitz von Stephan Strauss und mit Beteiligung von Annina Gräfin Fugger-Babenhausen vom Garden Club of Bavaria prämierte die drei besten Arbeiten mit 500, 300 und 200 Euro. Zusätzlich wurden zwei Anerkennungen vergeben.
Der erste Preis ging an einen Entwurf, der dem Ort eine bewusste Eigenständigkeit verlieh, indem er ihn als überdimensionierte Spange ausformulierte. Diese Form bot mit großen Beeten viel Raum für Pflanzen. Das Verteilungsmuster der Pflanzen war eigenständig, und die Farbigkeit der Pflanzenkombinationen war bewusst zurückhaltend. Der zweite Platz thematisierte die Plattenbausiedlungen der Umgebung und entwickelte daraus modulare Pflanzflächen. Der dritte Platz formulierte drei Stufen des Übergangs vom Wuhletal zum Gartenschaugelände. Die IGA 2017 GmbH prüft derzeit die Realisierbarkeit der entstandenen Ideen.
Die Summer School zeigte die Begeisterung der Studierenden für das Thema Pflanze und den Baustoff Vegetation sowie den Bedarf an Wissensvermittlung. Die Karl-Foerster-Stiftung plant daher, das Format in zwei Jahren fortzusetzen.
Preisträger
- 1. Preis Roas-Laura Czys (Hochschule (HS) Weihenstephan-Triesdorf), Johanna Moraweg (HS Geisenheim), Elisabeth Seel (Technische Universität (TU) Berlin)
- 2. Preis Friederike Boldt (HS Osnabrück), Paul Kuhnert (TU Dresden), Christian Unger (TU Berlin)
- 3. Preis Daniela Corduan (HS Osnabrück), Marcia Kamm (HS Geisenheim), Miriam Leistenschneider (HS Geisenheim)
Anerkennung: Julia Lösing (TU Berlin), Lars Markein (HS Geisenheim), Daniel Tams (HS Osnabrück)
Anerkennung: Eunha Jung (Seoul/Korea), Sohee Joo (Seoul/Korea), Hyoung-Gwan Lee (Seoul/Korea)
