Entente Florale rückt urbanes Grün in den Fokus
Unter dem Leitgedanken „Mehr Garten in der Stadt!“ stellt das Symposium von Verbände & Organisationen Entente Florale die Bedeutung urbaner Grünräume in den Mittelpunkt. Grün im Wohnumfeld schafft Aufenthaltsqualität, fördert das Wohlbefinden und bietet Rückzugsräume im dicht bebauten Stadtraum. Gleichzeitig gewinnt der Garten als Anbaufläche für Kräuter, Obst und Gemüse wieder an Bedeutung.
Was lange Zeit vor allem mit dem ländlichen Raum verbunden wurde, hält zunehmend Einzug in die Städte. Eine Renaissance des kleinteiligen, regionalen und privaten Gartenbaus ist vielerorts zu beobachten. In deutschen Städten entstehen neue Garteninitiativen auf privaten Grundstücken, Balkonen und öffentlichen Flächen.
Das Gärtnern wird dabei nicht nur als Hobby verstanden, sondern als gemeinschaftliches Projekt. Urban Gardening und Urban Agriculture fördern Nachbarschaften und stärken das soziale Miteinander. Das Symposium beleuchtet, wie Städte durch gärtnerisches Engagement vielfältiger, lebenswerter und sozial stabiler werden.
Praxisbeispiele aus Kommunen
Praxisberichte zeigen, wie Kommunen unter dem Leitmotiv „Ansäen, pflegen und ernten“ neue sozial-integrative Ansätze entwickeln. Ein prägnantes Beispiel liefert Andernach mit dem Konzept der „Essbaren Stadt“. Statt Zierpflanzen prägen dort zunehmend Nutzpflanzen das Stadtbild – unter dem Motto „Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“.
Die Teilnehmerstädte Ettenheim und Wangerland berichten über ihre Erfahrungen im Wettbewerb Entente Florale. Die erfolgreiche Teilnahme habe ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen und die Lebensqualität nachhaltig gestärkt. Grünflächen werden hier als Motor für Identifikation und Engagement verstanden.
Wie ein Garten zum sozialen Anker werden kann, zeigt das Beispiel eines Tafelgartens in Sexau. Dort steht das Miteinander ebenso im Vordergrund wie die Ernte. Ergänzend wirbt die Aktion „5 am Tag“ für gemeinsames Gärtnern und eine ausgewogene Ernährung.
Nachhaltige Stadtentwicklung durch Grün
Auch im Kontext nachhaltiger Stadtplanung gewinnt urbanes Grün an Relevanz. Schrumpfende Städte stehen vor der Aufgabe, brachliegende Flächen sinnvoll umzuwandeln. Am Beispiel der Stadt Dessau wird gezeigt, wie ungenutzte Areale in attraktive Erholungsräume mit kreativen Nutzungskonzepten transformiert werden können.
Entente Florale setzt sich bundesweit für mehr Grün und Lebensqualität in Städten und Gemeinden ein. Das Wettbewerbsjahr 2013 steht unter dem Motto „Reiche Blüte – reiche Ernte“ und unterstreicht die Verbindung von gestalterischer Qualität und nachhaltigem Nutzen.
Das Symposium findet am 23. Januar 2013 von 10.30 bis 13.15 Uhr im Congress-Saal Ruhr des Messehauses Ost auf der IPM Essen statt. Der Eintritt ist kostenfrei, Anmeldeschluss ist der 16. Januar 2013.
