Hintergrund: Fachkräftemangel in der grünen Branche verschärft sich
Der Fachkräftemangel hat die Region Berlin und Brandenburg in den letzten Jahren erreicht und betrifft mittlerweile alle Qualifikationsstufen. Selbst für einfache Tätigkeiten in der Unterhaltungspflege sind zunehmend Fachkenntnisse erforderlich. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Leistungen der grünen Branche in der gesamten Region kontinuierlich und stabil. Dies führt zu einer weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels.
Teilhabechancengesetz als Mosaikstein gegen Arbeitslosigkeit
Das im Januar letzten Jahres in Berlin und Brandenburg in Kraft getretene Teilhabechancengesetz bietet erweiterte Fördermöglichkeiten für Langzeitarbeitslose, insbesondere durch die Paragraphen 16e und 16i. Ziel der Bundesregierung ist es, möglichst vielen interessierten Langzeitarbeitslosen ein Arbeitsangebot im ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dies wird als wichtiges gesellschaftspolitisches Signal betrachtet.
Oliver Hoch betont, dass diese Förderung nur einen begrenzten Beitrag zur Lösung des Fachkräftemangels leisten kann. Es sei eine Herausforderung, innerhalb der Zielgruppe geeignete und motivierte Personen für die Stellenprofile zu finden. Er sieht das Gesetz als einen wichtigen Mosaikstein im Gesamtbild verschiedener Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Zukünftig werde auch die nachfragegerechte Zuwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt eine größere Rolle spielen.
Der Fachkräftemangel hat uns hier in der Region erst vor wenigen Jahren erreicht – und quasi von oben, also beginnend mit den höchsten Qualifikationsstufen. Inzwischen gibt es einen Arbeitskräftemangel auf allen Ebenen, wobei einfachste Arbeiten auch im GaLaBau kaum noch anfallen. Selbst in der einfachen Unterhaltungspflege sind Fachkenntnisse zunehmend unentbehrlich.
Das ist nicht zuletzt auch gesellschaftspolitisch ein sehr wichtiges Signal, dem wir uns als Wirtschaft insgesamt sowie als Branche im speziellen verpflichtet fühlen. Zur Lösung des Fachkräftemangels wird auch diese Förderung nur sehr begrenzt beitragen können. Innerhalb der Zielgruppe wird es sicher nicht einfach sein, geeignete und motivierte Menschen für unsere Stellenprofile zu finden. Es ist also wieder nur ein kleiner, aber wichtiger Mosaikstein im Gesamtbild verschiedener Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.
Unterstützung durch den Jobcoach
Der Fachverband GaLaBau e.V. hat einen eigenen Jobcoach für die Branche eingestellt, um die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes zu unterstützen. Dieser berät Unternehmen bei der Schaffung von Stellen für geförderte Arbeitnehmer und begleitet die Stellenbesetzung. Die Finanzierung der Stelle erfolgt zunächst für sechs Monate aus Eigenmitteln des Verbandes.
Der Jobcoach hat bereits rund 25 besetzungsfähige Stellen in der Region identifiziert. In Kooperation mit den Jobcentern soll der Kontakt zu passenden Bewerbern schnell und unbürokratisch hergestellt werden, wobei der Verwaltungsaufwand für die Unternehmen gering gehalten werden soll. Das Angebot des Jobcoaches steht allen Unternehmen der grünen Branche in Berlin und Brandenburg ab sofort zur Verfügung.
Kontakt Jobcoach der grünen Branche:
Bernd Seidenstücker
Telefon: 033203 – 8896-18
Mobil: 0159-06303547
