Spezialisierung und Herausforderungen im Zoogartenbau – Einblicke in Sylvia Theiß' Arbeitsalltag
Sylvia Theiß ist seit über 25 Jahren im Zoo Frankfurt tätig. Ihre Ausbildung zur Zierpflanzengärtnerin bildete die Grundlage, doch ihr Wissen hat sich im Laufe der Zeit erheblich erweitert. Sie kultiviert Pflanzenarten, die im normalen Blumenhandel selten zu finden sind und oft nur über Spezialgärtnereien bezogen werden können. Die Gestaltung der Gehege und Volieren in den Tierhäusern übernimmt sie meist selbst, in enger Abstimmung mit den Kuratoren, den für die Tiere zuständigen Zoologen.
Der Arbeitsalltag im Zoo bringt besondere Herausforderungen mit sich. Die Gärtnerin muss beispielsweise damit rechnen, dass Affen nach Pflanzen greifen oder Vögel auf ihrem Kopf landen. Auch die Wahl der Pflanzen erfordert spezifisches Wissen: Alpinien (Alpinia) im Tigergehege haben beispielsweise keine lange Lebensdauer, da die Raubkatzen sich gerne in den Ingwergewächsen wälzen.
Experimentierfreude und Improvisationsgeschick gehören hier zum Berufsbild des Gärtners.
So fasst Theiß die Anforderungen zusammen. Ihr Ziel ist es, Umgebungen zu schaffen, die sowohl den Tieren als auch den Besuchern ein authentisches Dschungelgefühl vermitteln.
Der Gärtnerberuf: Vielfalt und Entwicklungsmöglichkeiten
Der Gärtnerberuf bietet in seinen sieben Fachrichtungen vielfältige Möglichkeiten. Nach der Ausbildung stehen zahlreiche Wege zur beruflichen Weiterentwicklung offen. Dazu gehören:
- Meisterschulungen
- Fortbildungen zum Techniker
- Spezialisierungen zum Fachagrarwirt, beispielsweise für Greenkeeping oder Baumpflege und Baumsanierung
Auch ein Studium im Gartenbau oder der Landschaftsarchitektur ist möglich. Mit entsprechender Berufserfahrung kann dies sogar ohne Fachhochschulreife erfolgen.


