Nachhaltige Holzressourcen nutzen
In Deutschland wird derzeit weniger als zwei Drittel des in heimischen Wäldern nachwachsenden Holzes genutzt. Diese ungenutzten Holzreserven könnten eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative zum Einsatz von Tropenholz bieten. Martin Hagensieker, Anbieter von Thermoholz unter dem Markennamen proGOODWOOD, weist darauf hin, dass der Einsatz von Tropenholz oft zur Zerstörung wertvoller Ökosysteme in den Tropen beiträgt.
Nach Angaben des Vereins 'Rettet den Regenwald e.V.' stammen je nach Herkunftsland bis zu 90 Prozent der weltweit angebotenen Hölzer aus illegalem Einschlag. Selbst Hinweise auf kontrollierten Plantagenanbau bieten demnach keine Garantie für den Schutz der Urwälder. Martin Hagensieker erklärt dazu:
Spezialisten gehen deshalb davon aus, dass ein großer Teil der mit bunten Labels als 'Plantagenholz’ gekennzeichneten Tropenhölzer tatsächlich kostbaren Urwaldrevieren entstammen.
Die oft angeführte Witterungsbeständigkeit von Tropenhölzern wie Teak oder Bangkirai ist laut Hagensieker kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Er betont, dass es mittlerweile eine Alternative aus heimischen Wäldern gibt, die vergleichbare Eigenschaften aufweist:
Thermoholz wie unser proGOODWOOD wird durch das 'Backen’ in speziellen Thermoöfen mindestens so witterungsbeständig wie Tropenholz, sieht zudem sehr edel aus, stammt aber eben, im Unterschied zu Tropenholz, aus hiesigen Wäldern. Dort können enorme Überkapazitäten herrlichsten Laubwaldholzes derzeit keiner sinnvollen Nutzung zugeführt werden.
Allein für heimische Buche aus deutschen Wäldern belaufen sich die Nutzungsreserven laut Hagensieker auf rund 13 Millionen Festmeter pro Jahr. Das von ihm angebotene Spezial-Thermoholz ist für den Innen- und Außenbereich geeignet und kann unter anderem als Terrassendiele, Fensterholz, Massivholzdiele, Fassadenholz, Massivholzplatte und Schnittholz für Konstruktionszwecke verwendet werden. Da es ohne Lack oder Lasur witterungsbeständig ist, ermöglicht es zudem gestalterische Freiheiten, wie die Verwendung des gleichen Bodenbelags für Wohnzimmer und Terrasse.
Optik und Umweltschutzaspekte von Thermoholz
Neben den Materialeigenschaften überzeugt Spezial-Thermoholz auch durch seine Optik. Martin Hagensieker hebt hervor, dass die warmen Holztöne von Gold bis Dunkelbraun, die sich durch die thermische Behandlung entwickeln, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Für den Erhalt der ursprünglichen Farbe in Außenanwendungen wird ein Nachölen alle ein bis zwei Jahre empfohlen. Wer eine Patina bevorzugt, kann auf das Nachölen verzichten.
Der Einsatz von Thermoholz bietet zudem Umweltschutzvorteile. Es schützt die Tropenurwälder und erschließt heimischen Wäldern neue Nutzungsperspektiven. Durch verkürzte Transportwege trägt es zum Klimaschutz bei, da das eingesetzte Holz CO2-neutral oder sogar CO2-positiv ist.
Das Thermoholzverfahren im Detail
Das Thermoholzverfahren ist keine neue Erfindung, sondern basiert auf traditionellen Methoden, die bereits von Wikingern, Schwarzwälder Zimmerleuten und Landwirten im Münsterland zur Holzkonservierung eingesetzt wurden. Diese Methoden wurden umfassend optimiert.
Bei der modernen Thermobehandlung wird das Schnittholz unter Zugabe von reinem Wasser schonend auf etwa 200 °C erwärmt. Dabei karamellisieren, kristallisieren und verbrennen die Holzzucker (Hemizellulose), und die wasseranziehenden Bestandteile des Holzes werden funktionsunfähig. Das Ergebnis ist ein Holz, das Holzschädlingen keine Nahrung und keinen geeigneten Lebensraum mehr bietet. Zudem wird das Holz wasserfest und arbeitet kaum noch. Durch die Thermobehandlung wird die Resistenzklasse 1 (DIN-350) erreicht.
Thermoholz übertrifft in den Punkten Resistenz, Dimensionsstabilität und Optik die meisten Tropenhölzer deutlich.
proGOODWOOD ist die Thermoholzmarke des niedersächsischen Sägewerks Hagensieker. Das Unternehmen bietet eine breite Produktpalette an, darunter Terrassendielen, Fensterkanteln, Fassadenholz, Massivholz- und Schlossdielen, keilgezinkte Massivholzplatten sowie Schnittholz.