Wetterkapriolen und ihre Auswirkungen auf die Grüne Branche
Der Start in die diesjährige Gartensaison gestaltete sich für die Grüne Branche schwierig. Ein kalter März und eisige Ostertage führten zu einem späten Beginn. Obwohl der April ein langanhaltendes Hoch brachte, konnten die anfänglichen Rückstände nicht vollständig aufgeholt werden. In Kombination mit anhaltender Trockenheit prägt dies eine verhaltene Stimmung in der Branche, wie eine Umfrage des Industrieverband Garten (IVG) e. V. unter seinen rund 140 Mitgliedern ergab.
Nach dem kalten Jahresbeginn folgten der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit einer Durchschnittstemperatur von 12,4 Grad und der wärmste Mai seit 1881. Dennoch beeinträchtigt die anhaltende Trockenheit insbesondere Hersteller von Geräten, Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln. Positive Effekte zeigten sich hingegen in den Segmenten Grillen, Gartenmöbel und Bewässerung, die von den sommerlichen Temperaturen profitierten.
Die unterschiedlichen Wettereinflüsse spiegeln sich in den Geschäftszahlen wider. Lediglich etwa 9 Prozent der IVG-Mitglieder bewerten die Saison bisher als „sehr gut“ und 51 Prozent als „gut“. Im Vergleich dazu beurteilten 2017 insgesamt 73 Prozent den Saisonverlauf als „sehr gut“ oder „gut“. Knapp 13 Prozent der IVG-Mitglieder bezeichnen die bisherige Saison sogar als „schlecht“, während es 2017 nur 3,8 Prozent waren.
Aufgefangen werden die schwierigen Bedingungen in diesem Jahr allerdings von der guten Gesamtstimmung in der Grünen Branche. Rund 81 Prozent unserer befragten Mitglieder schauen durchaus positiv in die Zukunft.
Logistik als zusätzliche Hürde
Eine besondere Herausforderung stellt in diesem Jahr die Logistik dar. Zunehmend klagen Hersteller über eine begrenzte Frachtraumverfügbarkeit. Etwa 49 Prozent der IVG-Mitglieder bezeichnen die aktuelle Situation als „schlecht“.
Die Situation ist sehr unbefriedigend für unsere Mitglieder und bedarf einer raschen Verbesserung, damit die gewünschten Waren auch ohne große Verzögerung beim Kunden ankommen. Gemeinsam mit anderen Branchenverbänden arbeiten wir intensiv an Ideen zur Optimierung der aktuellen Lage in der Logistik.
