Die Grüne Stadt, Messen und Veranstaltungen

Urbane Gärten: Potential für Artenvielfalt und menschliche Gesundheit

Urbane Gärten bieten Naturschutz und fördern die Naturverbundenheit in Städten. Sie tragen zur biologischen Vielfalt bei und wirken sich positiv auf die menschliche Gesundheit aus. Prof. Monika Egerer beleuchtete dies in einem Vortrag.

Ökosysteme im städtischen Umfeld

Urbane Gärten bieten Möglichkeiten für den Naturschutz und die Förderung der Naturverbundenheit in Städten. Sie können zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen und positive Effekte auf die menschliche Gesundheit haben.

Prof. Monika Egerer, Professorin für Urbane Produktive Ökosysteme an der Technischen Universität München (TUM), beleuchtete im Rahmen der Vortragsreihe TUM@Freising, wie Ökosysteme im städtischen Umfeld Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen schaffen können. Die Veranstaltung fand sowohl vor Ort als auch digital statt.

In den kommenden Jahrzehnten wird ein Großteil der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben. Diese Verstädterung bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Zu den Herausforderungen zählen der Verlust von Grünflächen, Probleme im Bereich der öffentlichen Gesundheit und die Beeinträchtigung des Zusammenlebens von Mensch und Natur. Diese Entwicklungen sind mit dem Verlust von Ökosystemleistungen verbunden, also den Eigenschaften und Prozessen von Ökosystemen, die zum gesellschaftlichen Wohlbefinden beitragen.

Vorteile urbaner Gärten

Urbane Gärten können diesen negativen Entwicklungen entgegenwirken. Aus ökologischer Sicht bieten sie Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten sowie deren Interaktionen. Zudem können sie durch Kühlmechanismen zur Reduzierung der städtischen Hitze beitragen. Aus sozialer Sicht dienen sie als Orte der Entspannung und Erholung, die Menschen die Möglichkeit geben, sich wieder mit Nahrung und Natur zu verbinden.

Das Verständnis der Funktionsweise von Ökosystemen wie Gärten ist daher von Bedeutung für Wissenschaft und Gesellschaft. Es besteht jedoch noch Forschungsbedarf hinsichtlich der genauen Funktionsweise dieser Ökosysteme und des Zusammenwirkens ökologischer und sozialer Faktoren, die zu diesen Vorteilen führen. Forscher untersuchen daher, welche konkreten Umweltstrukturen und sozialen Mechanismen notwendig sind, um das Potential urbaner Gärten zu nutzen und diese Lebensräume für Mensch und Natur zu fördern.

Im Anschluss an den Vortrag bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen an die Referentin zu stellen. Die Fragerunde wurde von Sara Leonhardt, Professorin für Pflanze-Insekten-Interaktionen an der TUM, moderiert.

Vortragstermin und Modalitäten

Der Vortrag fand am Montag, den 13. Dezember 2021, um 19:00 Uhr in der Musikschule Freising (Kölblstraße 2) statt und wurde parallel live über Zoom übertragen. Für die Präsenzteilnahme war eine Anmeldung erforderlich. Die Einlassregelungen richteten sich nach der zu diesem Zeitpunkt gültigen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

30.11.2021

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