Innovationen für den Winterdienst auf der demopark
Die demopark und demogolf 2009 präsentieren vom 21. bis 23. Juni in Eisenach innovative Lösungen für den Winterdienst. Über 90 Aussteller zeigen Produkte und Technologien, die für schnee- und eisfreie Straßen und Wege sorgen sollen.
Die Bedeutung eines funktionierenden Winterdienstes wird durch extreme Witterungsbedingungen verdeutlicht. Kommunale und gewerbliche Winterdienste, einschließlich Dienstleister aus dem Garten- und Landschaftsbau, stehen vor der Herausforderung, bei knappen Zeitvorgaben eine optimale Kosten-Nutzen-Relation und ökologische Anforderungen zu erfüllen. Ein effizienter Winterdienst basiert auf der Wahl des geeigneten Streustoffs, dem richtigen Einsatzzeitpunkt und der gezielten Ausbringung.
Effiziente Streustoffausbringung
Das Prinzip der Eis- und Glättebekämpfung lautet: "weniger, aber effektiver streuen!" Grundsätzlich wird zwischen tauenden Streustoffen wie Natriumchlorid, Calciumchlorid oder Magnesiumchlorid und abstumpfenden Streustoffen wie Splitte oder Brechsande unterschieden.
Auf Fernstraßen und Autobahnen hat sich die Feuchtsalzausbringung etabliert. Hierbei wird Salz unmittelbar vor der Ausbringung mit einer Salzlösung gemischt. Beim sogenannten FS 30-Verfahren beträgt das Mischungsverhältnis 70 Prozent Salz zu 30 Prozent Sole. Um die Vorteile der Feuchtsalzstreuung zu nutzen, muss die Salzzugabe automatisch reduziert werden, sobald die Befeuchtung mit Sole erfolgt. Diese Technik, als "Trockenstoffreduzierung" bekannt, wird von mehreren Herstellern angeboten und ermöglicht Einsparungen beim Streustoff sowie eine Erhöhung der Reichweite der Einsatzfahrzeuge um bis zu 43 Prozent.
Auch beim Einsatz von Trockensalz ist eine präzise Dosierung entscheidend, um Umwelt und angrenzende Vegetation zu schützen.
Jedes Streugut hat eine andere Flugeigenschaft. Salz fliegt anders als Splitt oder Sand. Deshalb haben wir uns bei der Entwicklung unserer Streugeräte auf die Querverteilung konzentriert. Dipl.-Ing. agr. Volker Rathmer, Vertriebsleiter bei der Rauch Landmaschinenfabrik.
Oft landet ein erheblicher Teil des Streuguts nicht auf der Fahrbahn, sondern im Straßenrand. Rauch Landmaschinenfabrik wird auf der demopark neue Einscheibenstreuer mit optionaler wegeabhängiger elektronischer Steuerung vorstellen. Diese ermöglicht die Anpassung des Aufgabepunkts des Streugutes auf der rotierenden Scheibe für verschiedene Materialien wie grobes oder feines Salz, Splitt, Sand oder Mischungen. Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung des Streustoffes in der vorgewählten Arbeitsbreite, unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit.
Ausstellungsschwerpunkte der Winterdiensttechnik
Der Fokus der Winterdiensttechnik auf der demopark und demogolf 2009 liegt auf Lösungen für den Gehweg- und Straßenwinterdienst. Neben den entsprechenden Geräten werden auch geeignete Trägerfahrzeuge wie Kommunaltraktoren und Schmalspurgeräteträger aller namhaften Hersteller präsentiert.
Das Spektrum der Winterdienstausrüstung umfasst:
- Schneeräumgeräte
- Schneefräsen
- Räumschilde
- Schneekehrmaschinen
- Schneeschleudern
- Streugeräte und -automaten
- Schneeketten
- Streu- und Hilfsstoffe