Informationen zum Landschaftsgärtner-Berufsbild im Detail
Das zweieinhalbminütige Video mit dem Titel „Chance für Ukraine-Geflüchtete im bayerischen GaLaBau“ informiert über die Branche und wesentliche Aspekte des Landschaftsgärtner-Berufsbildes. Olga Bondiuk (37) und Anna Khodykina (36) führen in ihrer Muttersprache durch den Kurzfilm und stellen die vielseitigen Tätigkeitsfelder und Vorzüge im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) vor. Am Ende des Films ruft Susann Liebe, Willkommenslotsin beim VGL Bayern, interessierte Geflüchtete zur Kontaktaufnahme auf.
Die Aufnahmen entstanden auf einer Baustelle in Ismaning und wurden von der GO! Film GmbH realisiert. Die beiden Protagonistinnen wurden während ihres Praktikums bei einem oberbayerischen Fachbetrieb begleitet. Olga Bondiuk floh mit ihrer zehnjährigen Tochter aus der Nähe von Charkiw und war vor Kriegsbeginn als Diplomlandwirtin tätig. Anna Khodykina arbeitete zuvor als Programmiererin in Kiew. Susann Liebe vermittelt seit sechs Jahren Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit im Garten- und Landschaftsbau. Diese Projektstelle wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
Inna Cherevko, ebenfalls aus der Ukraine geflüchtet, unterstützte die Produktion als Dolmetscherin. Sie erhielt mit ihrem Vater und Sohn eine Unterkunft an der DEULA Bayern. Der Film soll die Grüne Branche für Ukrainerinnen und Ukrainer sichtbar machen und ihre Integration in den Arbeitsmarkt fördern. Die Veröffentlichung erfolgte auf YouTube sowie auf verschiedenen Jobbörsen und Netzwerken, darunter die Plattform „sprungbrett into work“, eine Kooperation der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft.
Beratung und Praktika als Integrationshilfe
Nach der Veröffentlichung gingen bereits Anfragen von Geflüchteten und Unternehmen mit Personalbedarf bei Susann Liebe ein. Sie betont die Bedeutung einer intensiven Beratung beider Seiten und die Vermittlung von Bewerbern an Betriebe in der Nähe ihres Wohnorts.
Entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenführung ist eine intensive Beratung beider Seiten sowie die Vermittlung der Bewerberinnen und Bewerber an Betriebe in der Nähe ihres Wohnorts. Für den Einstieg in die Beschäftigung und das Kennenlernen eignet sich anschließend ein mehrtägiges Praktikum. Hierbei bietet sich aufgrund der erfahrungsgemäß auftretenden Sprachschwierigkeiten die Verwendung des GaLaBau-Bilder-Wörterbuches vom Ulmer-Verlag an.
