Erfolgreicher Abschluss der 64. NordBau
Die 64. NordBau endete am 15. September 2019 mit einem positiven Ergebnis. Trotz einer Vollsperrung der Autobahn A7 aufgrund von Bauarbeiten am „Hamburger Deckel” besuchten rund 62.600 Interessierte die Messe. 836 Aussteller aus 13 Ländern präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen.
Die positive Stimmung, die sich bereits bei der Eröffnung abzeichnete, setzte sich an den Messetagen fort. Eine stabile Auftragslage in der Baubranche sowie zukunftsfördernde Projekte wie die Fehmarnbeltquerung trugen dazu bei. Die Aussteller berichteten von einer hohen Fachkompetenz der Besucher.
Wissen schafft Lebensräume: Schwerpunkte der 64. NordBau
Bei der Eröffnung der 64. NordBau waren neben dem Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Daniel Günther, und dem Oberbürgermeister von Neumünster, Dr. Olaf Tauras, auch Vertreter skandinavischer Länder anwesend. Die Botschafterin Finnlands, Anne Sipiläinen, der Botschafter Dänemarks, Friis Arne Petersen, und der Norwegische Honorarkonsul, Detlef Palm, diskutierten über die wirtschaftlichen und kulturellen Chancen des zusammenwachsenden Ostseeraums.
Zuvor hob Bernd Jorkisch, Honorarkonsul Finnlands und Vorstandsvorsitzender des HanseBelt Initiativkreises, in einem Impulsvortrag die Bedeutung der Fehmarnbeltquerung für Europa und die Anbindung an Wirtschaftsrouten nach Asien und Osteuropa hervor.
Maschinen und Nutzfahrzeuge für die Baubranche
Auf dem 69.000 Quadratmeter großen Freigelände Nord und Süd präsentierten namhafte Hersteller ihre neuen Maschinen und Produkte. Leistungsfähige, kompakte, energiesparende und flexible Geräte standen im Fokus der Besucher. Bedienungsfreundlichkeit, Arbeitssicherheit und Serviceleistungen der Hersteller waren ebenfalls wichtige Kriterien.
Das Freigelände Süd diente als Treffpunkt für Handwerker, die sich über Nutzfahrzeuge, Groß- und Kleintransporter sowie Fahrzeugausrüstung informierten. Andreas Witte von Opel Nutzfahrzeuge bestätigte die hohe Nachfrage nach großen Nutzfahrzeugen für Handwerker auf der NordBau.
Schritt in die digitale Zukunft
In Zusammenarbeit mit dem VDBUM (Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V.) rückte die NordBau das Thema „digitale Baustelle Part 2” in den Mittelpunkt. Die Digitalisierung stellt alle Akteure im Bauwesen vor Herausforderungen, wobei der digitale Wandel durch die Zerlegung in Teilanforderungen umsetzbar ist. Das Interesse an Fahrzeug-Simulatoren und der Gesprächsbedarf zeigten die Relevanz dieses Themas.
Faszination Bauberufe: Nachwuchsförderung
Dem Fachkräftemangel in der Baubranche begegnet die NordBau seit acht Jahren mit dem „nordjob-Bau-Tag”. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Talententwicklung IfT aus Kiel und dem Bauindustrieverband Hamburg und Schleswig-Holstein informierten sich über 1.400 Schüler aus verschiedenen Bundesländern direkt bei Ausstellern über handwerkliche Ausbildungen.
Sportstätten der Zukunft
Das Thema „Sportstätten der Zukunft” wurde vom Landessportverband Schleswig-Holstein und der Technischen Hochschule Lübeck in Kooperation mit der Industrie aufgegriffen. Über 30 wissenschaftliche Arbeiten und Modelle von Studenten der Technischen Hochschule Lübeck wurden präsentiert, die Lösungen für zukunftsweisende Sportstätten bieten. Die bereitgestellten Mittel des Landessportverbandes und des Landes Schleswig-Holstein sollen für Nachhaltigkeit und Modernisierung der Sportanlagen genutzt werden. Themen wie Inklusion, Integration und Migration sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Beispiele waren Modelle einer stehenden Welle zum Surfen, einer Boulebahn und einer Pumptrack für Mountainbikes.
Smart Home und energieeffizientes Wohnen
Unter dem Motto „Lebensräume gestalten und SmartHome fürs Zuhause” konnten sich Immobilienbesitzer und Wohnungsbaugesellschaften über den neuesten Stand der Technik informieren. Die Digitalisierung im Wohnbereich, insbesondere in Bezug auf Einbruchschutz, Energieeffizienz und digitalen Komfort, wurde thematisiert. In Halle 2 waren zahlreiche Firmen mit Experten vertreten, und ein SmartHome-Konfigurator ermöglichte Besuchern die individuelle Ermittlung von Kosten.
Fachvorträge und Seminare
Über 4.500 Teilnehmer besuchten während der NordBau mehr als 50 Fachkongresse und Seminare von Fachverbänden, Kommunen und Institutionen. Mehr als die Hälfte dieser Veranstaltungen sind von der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein als Fortbildungen anerkannt. Die Erweiterung um neue Zielgruppen unterstreicht die Rolle der NordBau als Informations- und Austauschplattform für die Bauwirtschaft im Norden.
Zahlen, Daten und Fakten zur NordBau
Mit 69.000 Quadratmetern Freigelände und über 20.000 Quadratmetern Hallenfläche sowie 836 Ausstellern aus 13 Ländern bestätigt die NordBau ihre Position als wichtige Kompaktbaumesse in Nordeuropa und dem Ostseeraum. Seit 1956 erreicht die Messe sowohl Fachbesucher als auch Endkunden. Die NordBau kooperiert seit über 40 Jahren mit Dänemark als Partnerland. Die 65. NordBau findet vom 9. bis 13. September 2020 auf dem Messegelände Holstenhallen in Neumünster statt.
