Verbände und Organisationen

Neue Perspektiven für den Kleinprivatwald

Der 18. Bundeskongress für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in Berlin widmet sich neuen Wertschöpfungsmöglichkeiten für kleine Wälder. Rund 120 Vertreter des Kleinprivatwaldes diskutieren über klimastabilen Waldumbau und die Bedeutung dieser Zusammenschlüsse.

Bundeskongress für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in Berlin

Vom 7. bis 9. September findet in Berlin der 18. Bundeskongress für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse statt. Rund 120 Vertreter des Kleinprivatwaldes aus Deutschland kommen zusammen, um unter dem Motto „Neue Wertschöpfung für kleine Wälder“ zu tagen.

Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, betonte die Bedeutung des Kleinprivatwaldes. Er erklärte, dass dieser angesichts der aktuellen Waldkrise neue Perspektiven benötige, um den klimastabilen Waldumbau zu bewältigen.

Die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse, in denen sich die Kleinprivatwaldbesitzer organisieren, spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind das Rückgrat des Kleinprivatwaldes, daher brauchen sie eine langfristige und kontinuierliche Unterstützung, um in den Umbau und in die Pflege ihrer Wälder in Zeiten des Klimawandels investieren zu können.

Der Kongress konzentriert sich auf die Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle. Fast 25 Prozent der gesamten Waldfläche, etwa 2,5 Millionen Hektar, gehören Kleinprivatwaldbesitzern mit Flächen von bis zu 20 Hektar. Diese Eigentümer pflegen ihre Bestände oft über Generationen hinweg.

Von der Marwitz forderte einen besonderen Fokus auf den Kleinprivatwald. Dazu gehöre die Unterstützung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse, damit diese sich personell, finanziell und fachlich besser aufstellen können. Dies sei notwendig, um den Organisationsgrad der Kleinprivatwaldbesitzer zu erhöhen. Die Organisation in einem Zusammenschluss ist für viele Kleinprivatwaldbesitzer eine Voraussetzung, um ihre Wälder professionell zu pflegen und an Extremwetterereignisse anzupassen.

Der Bundeskongress wird von der AGDW gemeinsam mit dem BMEL und der FNR ausgerichtet und tagt in diesem Jahr erstmals in Berlin.

Die Rolle Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse

  • In Deutschland existieren rund 3600 Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, in denen etwa 430.000 Waldbesitzer organisiert sind.
  • Für Waldeigentümer mit kleinen Flächen sind diese Zusammenschlüsse wichtig, um Unterstützung bei der Waldpflege zu erhalten – von der Holzernte über die Neupflanzung bis zum Wegebau.
  • Durch die Bündelung von Ressourcen und die Zusammenlegung von Produktionsflächen bieten die Zusammenschlüsse Beratung und Dienstleistungen an, um die nachhaltige Waldbewirtschaftung auch auf kleinen Waldflächen zu ermöglichen.

09.09.2021

Zurück