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Deutscher Spargelanbau: Wachstum und Herausforderungen

Der Spargelanbau in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren erheblich entwickelt. Diese Expansion stellt neue Anforderungen an Versuchsanstalten und Fachexperten, wie auf der 76. Tagung des Arbeitskreises Spargel diskutiert wurde.

Anbauflächen und Saisonverlauf im Detail

Unter der Leitung von Joachim Ziegler befassten sich die Spargelberater mit Fragen des Pflanzenschutzes, der Düngung und dem Saisonverlauf. Die ertragsfähige Spargelanbaufläche hat sich laut aktuellen Zahlen der Agrarmarkt Informations-GmbH von rund 11.000 Hektar im Jahr 1998 auf 23.000 Hektar im Jahr 2018 mehr als verdoppelt.

Das Jahr 2018 war von extremer Trockenheit und Hitze geprägt. Dies führte dazu, dass Junganlagen im Norden vorzeitig in die Abreife übergingen. Eine Ernteschwemme konnte der Markt kaum aufnehmen. In den meisten Gebieten begann die Saison 14 Tage später als im Vorjahr, gefolgt von anhaltender Wärme ohne Niederschläge. Im Osten führten Fröste im März zu Stress für die Pflanzen, was erhebliche wirtschaftliche Verluste zur Folge hatte.

Pflanzenschutz und Düngeverordnung im Fokus

Im Rahmen der Tagung wurden auch die Aktivitäten des Arbeitskreises Lückenindikation erörtert und Abstimmungen zum Pflanzenschutzversuchswesen vorgenommen. Ein erhöhter Versuchsbedarf wird insbesondere in den Bereichen Nachbau von Spargel, Viren, Pilzerreger und möglicher Schädlingsbefall gesehen.

Hinsichtlich der Düngeverordnung und der Sperrfristen für organische Materialien stellte der Vorsitzende Ziegler fest:

Das gesamte Mineralisierungspotenzial hat großen Einfluss durch den Standort.

Die allgemeinen Sperrfristen für die Aufbringung von organischem Dünger im Winter müssen eingehalten werden, wobei länderspezifische Regelungen möglich sind.

29.09.2018

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