Weinernte 2024: Deutlicher Rückgang in Deutschland erwartet

Allgemeines

Die deutschen Winzer prognostizieren für 2024 eine signifikant geringere Weinernte. Mit 8,26 Millionen Hektolitern Weinmost wird ein Rückgang von 4,9 % gegenüber 2023 erwartet. Gründe sind Pilzkrankheiten und Extremwetterereignisse.

Ertragseinbußen in zahlreichen Anbaugebieten im Detail

In vielen Anbaugebieten werden im Vergleich zum Vorjahr Ertragseinbußen erwartet. Besonders deutliche mengenmäßige Rückgänge zeigen sich in folgenden Regionen:

  • Mosel: -225.300 Hektoliter (-30,7 %)
  • Baden: -151.600 Hektoliter (-11,9 %)
  • Franken: -124.900 Hektoliter (-29,8 %)
  • Saale-Unstrut: -34.300 Hektoliter (-71,7 %)
  • Ahr: -27.800 Hektoliter (-65,6 %)
  • Nahe: -27.400 Hektoliter (-8,8 %)
  • Württemberg: -24.600 Hektoliter (-3,0 %)
  • Sachsen: -21.600 Hektoliter (-73,0 %)

Demgegenüber werden absolute Steigerungen der Erntemenge gegenüber 2023 in Rheinhessen (+171.400 Hektoliter oder +7,1 %), der Pfalz (+44.800 Hektoliter oder +2,0 %) und im Rheingau (+6.400 Hektoliter oder +2,9 %) prognostiziert.

Entwicklung der Rebsorten im Überblick

Von der gesamten Weinernte 2024 werden Schätzungen zufolge 5,65 Millionen Hektoliter (68,4 %) auf Weißmost und 2,61 Millionen Hektoliter (31,6 %) auf Rotmost entfallen. Anbaugebiete wie Mosel (89,8 %), Rheingau (85,5 %) und Mittelrhein (81,9 %) produzieren nahezu ausschließlich Weißmost.

Die Erntemenge des Rieslings, der meistangebauten deutschen Rebsorte, wird 2024 voraussichtlich um 59.400 Hektoliter auf 1,87 Millionen Hektoliter sinken (-3,1 %). Auch die mengenmäßig zweit- und drittwichtigsten weißen Rebsorten, Müller-Thurgau (983.400 Hektoliter, -10,4 %) und Grauer Burgunder (619.000 Hektoliter, -11,7 %), verzeichnen deutliche Rückgänge.

Bei den roten Rebsorten wird ein Rückgang des blauen Spätburgunders um 14,4 % auf 798.200 Hektoliter erwartet. Der Dornfelder hingegen zeigt eine leichte Zunahme auf 692.500 Hektoliter (+2,3 %).

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