Ertragseinbußen in zahlreichen Anbaugebieten im Detail
In vielen Anbaugebieten werden im Vergleich zum Vorjahr Ertragseinbußen erwartet. Besonders deutliche mengenmäßige Rückgänge zeigen sich in folgenden Regionen:
- Mosel: -225.300 Hektoliter (-30,7 %)
- Baden: -151.600 Hektoliter (-11,9 %)
- Franken: -124.900 Hektoliter (-29,8 %)
- Saale-Unstrut: -34.300 Hektoliter (-71,7 %)
- Ahr: -27.800 Hektoliter (-65,6 %)
- Nahe: -27.400 Hektoliter (-8,8 %)
- Württemberg: -24.600 Hektoliter (-3,0 %)
- Sachsen: -21.600 Hektoliter (-73,0 %)
Demgegenüber werden absolute Steigerungen der Erntemenge gegenüber 2023 in Rheinhessen (+171.400 Hektoliter oder +7,1 %), der Pfalz (+44.800 Hektoliter oder +2,0 %) und im Rheingau (+6.400 Hektoliter oder +2,9 %) prognostiziert.
Entwicklung der Rebsorten im Überblick
Von der gesamten Weinernte 2024 werden Schätzungen zufolge 5,65 Millionen Hektoliter (68,4 %) auf Weißmost und 2,61 Millionen Hektoliter (31,6 %) auf Rotmost entfallen. Anbaugebiete wie Mosel (89,8 %), Rheingau (85,5 %) und Mittelrhein (81,9 %) produzieren nahezu ausschließlich Weißmost.
Die Erntemenge des Rieslings, der meistangebauten deutschen Rebsorte, wird 2024 voraussichtlich um 59.400 Hektoliter auf 1,87 Millionen Hektoliter sinken (-3,1 %). Auch die mengenmäßig zweit- und drittwichtigsten weißen Rebsorten, Müller-Thurgau (983.400 Hektoliter, -10,4 %) und Grauer Burgunder (619.000 Hektoliter, -11,7 %), verzeichnen deutliche Rückgänge.
Bei den roten Rebsorten wird ein Rückgang des blauen Spätburgunders um 14,4 % auf 798.200 Hektoliter erwartet. Der Dornfelder hingegen zeigt eine leichte Zunahme auf 692.500 Hektoliter (+2,3 %).
