Mäher für Intensiv- u. Extensivpflege, Rasenpflege, Spiel- und Sportplätze - Freizeitanlagen

Wenn der Mähroboter mit der Beregnungsanlage kommuniziert

27.05.2014

Ein vernetztes System aus Mähroboter und Beregnung ermöglicht die automatische Abstimmung von Pflege- und Spielzeiten. Das spart Kosten, erhöht die Sicherheit und sorgt für optimale Bedingungen auf stark genutzten Sportflächen.

Automatisierte Abstimmung von Mähroboter und Beregnung im Sportplatzbetrieb

Die Abstimmung von Mähzeiten, Bewässerung und Spielbetrieb gehört zu den größten Herausforderungen in der professionellen Pflege von Sportflächen. Besonders bei intensiver Nutzung und trockenen Witterungsperioden stoßen herkömmliche Abläufe schnell an ihre Grenzen. Mit einer intelligenten Lösung zeigt KommTek, wie sich Mähroboter und Beregnungsanlagen effizient miteinander vernetzen lassen.

Praxisbeispiel ist der Sportplatz des SV Löhne-Obernbeck, der sowohl vom Verein als auch von einer benachbarten Schule genutzt wird. Der hohe Nutzungsdruck erforderte eine flexible und gleichzeitig wirtschaftliche Pflegeorganisation.

Automatisierte Abstimmung von Mähen und Bewässerung

Die Pflegezeiten wurden konsequent in die Nachtstunden von 22:00 bis 8:00 Uhr verlegt. Mit dem BigMow stand ein leistungsfähiger Mähroboter zur Verfügung, der die Fläche in diesem Zeitfenster zuverlässig bearbeiten kann.

Die eigentliche Herausforderung lag jedoch in der Koordination mit der Beregnungsanlage. Um Schäden durch Wasserdruck aus den Düsen zu vermeiden, wurde eine direkte Kommunikation zwischen beiden Systemen geschaffen.

Dazu wurde eine Kommunikationseinheit in die Steuerung der Beregnungsanlage integriert und mit der Ladestation des Mähroboters vernetzt. Das System folgt einem klar definierten Ablauf:

  • Die Beregnungsanlage signalisiert ihren Startwunsch
  • Der Mähroboter fährt automatisch in die Ladestation zurück
  • Nach Bestätigung wird die Bewässerung aktiviert
  • Nach Abschluss nimmt der Mähroboter die Arbeit wieder auf

Ein zusätzlicher Sicherheitsmechanismus stellt sicher, dass die Bewässerung ausschließlich startet, wenn sich der Mähroboter in der Ladestation befindet.

Installation und technische Umsetzung

Für die Systemintegration wurde eine Steuerleitung rund fünf Zentimeter unter der Grasnarbe verlegt. Auf einer Länge von etwa 350 Metern bildet sie die Grundlage für Navigation und Kommunikation des Mähroboters.

Über diese Leitung erkennt der BigMow die Flächengrenzen und findet bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation. Diese wurde außerhalb der Spielfläche positioniert und so nivelliert, dass ein präzises Andocken jederzeit gewährleistet ist.

Die Ladestation arbeitet mit 32 Volt Niederspannung und erfüllt damit hohe Sicherheitsanforderungen im öffentlichen Bereich. Seitlich angebrachte Kontakte ermöglichen das Andocken aus verschiedenen Richtungen und erhöhen die Flexibilität bei der Installation.

Praxisbetrieb mit zusätzlicher Steuerungsoption

Neben der automatisierten Kommunikation bietet das System eine manuelle Eingriffsmöglichkeit: Per SMS kann der Mähroboter jederzeit in die Ladestation beordert werden. Dadurch lassen sich kurzfristige Bewässerungszyklen flexibel auslösen.

Im Praxistest zeigte sich ein reibungsloser Ablauf. Nach dem Einfahren des Mähroboters startete die Beregnung automatisch. Anschließend nahm der BigMow seine Arbeit selbstständig wieder auf.

Zusätzlich sorgt das Mulchprinzip des Mähroboters für weitere Vorteile: Das Schnittgut verbleibt fein zerkleinert auf der Fläche, reduziert den Bedarf an Düngemitteln und vermeidet Entsorgungsaufwand.

Effizienzgewinn für die Grünflächenpflege

Die vernetzte Lösung ermöglicht eine optimale Auslastung der Pflegezeiten bei gleichzeitig reduziertem Personaleinsatz. Gerade auf stark frequentierten Sportanlagen entsteht so ein wirtschaftlicher und organisatorischer Vorteil.

Mit der Kombination aus automatisiertem Garten- und Landschaftsbau und intelligenter Steuerung zeigt sich, wie digitale Systeme die Anforderungen moderner Grünflächenpflege effizient erfüllen können.

Zurück