Drei Kategorien für innovative Klimaschutzprojekte
Das Bundesumweltministerium (BMU) und die Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz des Deutschen Instituts für Urbanistik loben erneut einen Wettbewerb zum kommunalen Klimaschutz aus. Gesucht werden realisierte Projekte, die maßgeblich zur Reduzierung von CO2-Emissionen beigetragen haben.
Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich. Die erste Kategorie umfasst innovative technische und/oder bauliche Maßnahmen in kommunalen Gebäuden oder Einrichtungen, die beispielsweise Energieeffizienz mit der Nutzung erneuerbarer Energien verbinden. Für diese Kategorie sind jeweils 40.000 Euro Preisgeld vorgesehen.
Die zweite Kategorie widmet sich innovativen und vorbildlichen Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes. Hierzu zählen tragfähige Kooperationsmodelle mit anderen Kommunen, Regionen oder der Privatwirtschaft, Handwerksbetrieben, dem Einzelhandel, Verbänden oder Bürgerinitiativen. In dieser Kategorie werden jeweils 20.000 Euro vergeben.
In der dritten Kategorie werden erfolgreich umgesetzte, innovative Aktionen zur Beteiligung und Motivation der Bevölkerung bei der Realisierung von Klimaschutzmaßnahmen prämiert. Auch hier beträgt das Preisgeld jeweils 20.000 Euro. Insgesamt werden 240.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet.
Die prämierten Maßnahmen, Strategien und Aktionen sollen Modell- und Vorbildfunktion besitzen und andere Kommunen zur Nachahmung anregen. Der Bewerbungsschluss ist der 31. März 2010. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen stehen im Internet zur Verfügung.
Öffentliche Präsentation und Unterstützung für Preisträger
Der bundesweite Wettbewerb soll Kommunen und Regionen die Möglichkeit bieten, ihre erfolgreichen Klimaschutzprojekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Preisträger erhalten Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit durch die Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz. Die ausgezeichneten Projekte werden unter anderem als Filmbeitrag auf einer DVD sowie in einer Wettbewerbsdokumentation in Buchform präsentiert. Diese Medien stehen den Gewinnern zur individuellen Nutzung vor Ort zur Verfügung.
Die Jury setzt sich aus Vertretern des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages sowie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zusammen. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer größeren Veranstaltung statt.
Hintergrund: Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) startete 2008 eine Klimaschutzinitiative. Ziel ist es, Potenziale für den Klimaschutz durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energien kostengünstig zu realisieren. Zudem sollen zukunftsweisende Klimaschutztechnologien und innovative Ideen durch Modellprojekte gefördert und verbreitet werden. Hierfür wurden umfangreiche Förderprogramme aufgelegt.
Kommunen sind eine zentrale Zielgruppe der Initiative, da in ihnen aufgrund räumlicher Konzentration und unterschiedlicher Nutzungen (Wohnen, Gewerbe und Industrie, Verkehr, Freizeit) ein großer Teil klimarelevanter Emissionen entsteht. Im Sommer 2008 wurde daher die Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) eingerichtet, gefördert durch das BMU.
Die Servicestelle dient als Service- und Beratungseinrichtung für Kommunen und bietet einen Wegweiser durch die verschiedenen Förderbausteine. Die Aufgaben der bundesweit agierenden Servicestelle umfassen:
- Öffentlichkeitsarbeit zum Förderprogramm, insbesondere für die Zielgruppe Kommunen
- Vorbereitung und Durchführung der Wettbewerbe „Kommunaler Klimaschutz“
- Beratungs- und Serviceleistungen zum kommunalen Klimaschutz