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Grüne Branche: Inlandsgeschäft stabil, Export schwächelt

Die grüne Branche zeigt ein differenziertes Bild: Während das Inlandsgeschäft zufriedenstellend ist, verzeichnet der Export Rückgänge, insbesondere in die EU und die USA. Trotzdem blicken viele Unternehmen optimistisch auf das Gesamtjahr.

Inlandsgeschäft trotzt globaler Wirtschaftslage

Vier Monate vor der spoga Köln 2009 zeichnet sich in der grünen Branche ein differenziertes Bild ab. Während das Inlandsgeschäft trotz der globalen Wirtschaftslage als zufriedenstellend gilt, verzeichnet der Export Rückgänge. Insbesondere die Lieferungen in die Europäische Union und die Vereinigten Staaten sind betroffen.

Viele Unternehmen kalkulieren für Deutschland, Österreich und die Schweiz mit stabilen bis leicht steigenden Umsätzen, erwarten jedoch Einbußen im Exportgeschäft. Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) prognostiziert ein Umsatzwachstum durch den anhaltenden Trend zu Urlaub im eigenen Land und die Beliebtheit von Natursportarten wie Schwimmen, Wandern und Radfahren.

Qualitätsprodukte und Gartensaison

Hersteller und Handel beobachten eine steigende Nachfrage nach Qualitätsprodukten über alle Segmente hinweg.

Auch in einer Zeit der wirtschaftlichen Krise sind beim kundigen Konsumenten Markenprodukte mit verlässlicher Qualität und überzeugendem Design gefragt.

so BSI-Präsidentin Désirée Derin-Holzapfel. Der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB) betont, dass der Garten "immer Saison hat".

Der Start in das Gartenjahr 2009 war durch winterliche Temperaturen bis in den März hinein verzögert, was zu einem späteren Beginn der Pflanzsaison führte. Dennoch entwickelten sich die Gartensortimente im ersten Quartal des laufenden Jahres besser als im Vorjahreszeitraum, wie BHB-Geschäftsführer John W. Herbert erklärte. Er zeigt sich optimistisch für das Gesamtjahr und erwartet eine positive Entwicklung des Gartenmarktes. "Die Nachfrage ist vorhanden. Seit Ende März läuft das Geschäft wieder auf vollen Touren", so Herbert.

Grillmarkt und Gartencenter

Auch der Grillverband Barbecue Industry Association (BIAG) ist zuversichtlich, dass die Verbraucher in der aktuellen Wirtschaftskrise nicht auf das Grillen verzichten werden.

Da werde wohl eher am Ausgehen ins Restaurant gespart.

meinte BIAG-Geschäftsführer Kurt Schlieper. Er beobachtet einen Trend zu hochwertigeren Geräten und Zubehör mit innovativer Technik für verbessertes, sicheres und gesundes Grillen. Obwohl Würstchen und Steaks weiterhin dominieren, nimmt die Zahl der "Gourmet-Griller" zu, was die Hersteller von leistungsfähigeren Grillgeräten berücksichtigen.

Bei Holzkohlegrills geht der Trend zu hochwertigen, teilweise runden und eckig-geschlossenen Systemen mit direkter oder indirekter Hitze. Bei Gasgrills legen Verbraucher zunehmend Wert auf Komfort, Sicherheit und Gerätegröße.

Der Verband Deutscher Garten-Center (VDG) erwartet aufgrund der guten Wetterlage im Frühling eine positive Entwicklung für das laufende Jahr. Die Stimmung in den Gartencentern ist derzeit gut. Das Jahr 2008 verlief für die meisten Gartencenter zufriedenstellend, auch wenn nicht alle Mitglieder die Umsatzzahlen von 2007 erreichten. Besonders gut verkauften sich Düngemittel, Außengefäße und Innenkeramik. Stauden sowie Beet- und Balkonpflanzen verzeichneten leichte Zuwächse, ebenso Topfpflanzen und Schnittblumen. Leichte Rückgänge gab es bei Gartengeräten, Torf und Erde sowie Gartenmöbeln.

26.05.2009

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