Aus- und Weiterbildung

Azubi-Gewinnung im GaLaBau: Typgerechte Ansprache und bewährte Strategien

Ein TOP-Seminar beleuchtete Strategien zur Azubi-Gewinnung im GaLaBau. Experten diskutierten typgerechte Ansprache und erfolgreiche Praxisbeispiele, um junge Menschen für den Beruf zu begeistern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Erfolgreiche Strategien für die Azubi-Gewinnung im Garten- und Landschaftsbau

Die Frage, wie junge Menschen für eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau begeistert werden können, stand im Mittelpunkt des TOP-Seminars „Brennpunkt Ausbildung“. Rund 90 Teilnehmer des BGL und der Landesverbände aus den ostdeutschen Bundesländern sowie Hessen trafen sich hierzu am 28. November 2017 in Magdeburg.

Dr. Christoph Schleer vom SINUS-Institut präsentierte Erkenntnisse aus der Sinus-Studie über Jugendliche. Diese Studie unterscheidet sieben Jugendtypen, die sich durch unterschiedliche Wertvorstellungen und Zukunftserwartungen auszeichnen. Die Ansprache potenzieller Auszubildender sollte sich an diesen Typen orientieren.

Ein sozialökologischer Jugendlicher, der eine sozialkritische Grundhaltung besitzt und alternativen Lebensentwürfen gegenüber offen ist, lässt sich beispielsweise gewinnen, wenn ein GaLaBau-Unternehmen die kreative und naturnahe Vielfalt des Berufs aufzeigt. Ein materialistischer Hedonist hingegen reagiert auf einen beeindruckenden Maschinen- und Fuhrpark mit bekannten Marken. Den konservativ-bürgerlichen Typ erreicht man, indem man als bodenständiges Familienunternehmen einen heimatnahen, sicheren und familienfreundlichen Aus- und Arbeitsplatz in Aussicht stellt. Adaptiv-pragmatische Jugendliche zeichnen sich durch Leistungs- und Familienorientierung sowie eine hohe Leistungsbereitschaft aus.

Eine zielgruppengerechte Ansprache ermöglicht es, diese Jugendlichen effektiv zu erreichen. In einer Best-Practice-Runde teilten erfolgreiche Ausbilder wie Susanne Brandenburg, Cölestin Huhn, Olaf Kirsch, Stefan Rother und Florian Lau ihre Erfahrungen. Sie berichteten von Kooperationen mit dem Arbeitsamt, erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen, intensiver Betreuung und frühzeitiger Werbung in Grund- und weiterführenden Schulen. Diese Beispiele zeigten, dass es möglich ist, Jugendliche auch entgegen dem allgemeinen Trend für das eigene Unternehmen zu begeistern.

Erfolgstrainer Jörg Löhr betonte in seinem Vortrag die Notwendigkeit für Unternehmen, aktiv zu werden. Um neue Auszubildende erfolgreich zu gewinnen, sei es entscheidend, die eigene Strategie kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen. Misserfolge sollten dabei als Hinweise für notwendige Strategieanpassungen verstanden werden. Löhr motivierte die Teilnehmer, und viele der im World-Café erarbeiteten Ideen sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.

Die Veranstaltung wurde von Jan Paul, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen-Anhalt, und Olaf Kirsch, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Mecklenburg-Vorpommern e. V., begleitet.

06.12.2017

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