Aus- und Weiterbildung

Rückläufige Ausbildungszahlen im Gartenbau

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Gartenbau ist erneut gesunken. Der Zentralverband Gartenbau verzeichnete einen Rückgang um 6,6 Prozent, der nahezu alle Fachrichtungen betrifft. Trotzdem bleibt die Gärtnerausbildung die beliebteste der Grünen Berufe.

Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung im Gartenbau

Wir sind mehr denn je auf gut ausgebildete Fachkräfte in unseren Betrieben angewiesen.

Dies betont Jakob Hokema, Vorsitzender des ZVG-Ausschusses für Bildungspolitik und Berufsbildung. Die Gewinnung von Jugendlichen für eine duale Berufsausbildung im Gartenbau stellt weiterhin eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig bleiben in einigen Regionen und Berufen Ausbildungsstellen unbesetzt.

Die Gesamtzahl der jungen Menschen, die im Jahr 2023 eine duale Berufsausbildung nachfragten, stieg laut BiBB um 17.300 auf 552.900, was einem Zuwachs von 3,2 Prozent entspricht. Auch das Angebot an dualen Berufsausbildungsstellen erhöhte sich um 18.600 auf 562.600, ein Plus von 3,4 Prozent. Damit übertraf das Angebot zum zweiten Mal in Folge die Nachfrage der Berufsanwärter.

Entwicklung in den Fachrichtungen

Im Gartenbau wurden insgesamt 4.965 neue Ausbildungsverträge geschlossen, 351 weniger als im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 6,6 Prozent. Besonders betroffen von diesem Rückgang sind die Fachrichtungen:

  • Baumschule: Rückgang um 42 Verträge (-15,8 %)
  • Garten- und Landschaftsbau: Rückgang um 258 Verträge (-6,4 %)
  • Gemüsebau: Rückgang um 42 Verträge (-20,4 %)

Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage, wie junge Menschen für eine duale Berufsausbildung gewonnen werden können. Ebenso wichtig ist es, wie ausbildungsinteressierte Jugendliche erfolgreich einen Ausbildungsplatz finden und wie Angebot und Nachfrage effizienter zusammengeführt werden können. Der ZVG begegnet dieser Herausforderung mit seiner Nachwuchswerbekampagne „Beruf Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“

11.01.2024

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