IPM Essen 2010: Neue Tagesbelegung und wachsende internationale Beteiligung
Die IPM Essen öffnete vom 26. bis 29. Januar 2010 ihre Tore, erstmals mit einer Tagesbelegung von Dienstag bis Freitag. Bereits im Vorfeld gaben Vertreter der Messe Essen GmbH sowie Helmuth Prinz, Präsident des Fachverbandes Deutscher Floristen Bundesverband (FDF), Einblicke in das erwartete Programm und Angebotsspektrum.
Die neue Tagesbelegung stößt auf positive Resonanz. Rund 1.450 Aussteller präsentieren Fachbesuchern aus aller Welt ihre Neuheiten, weiterentwickelten Produkte und Dienstleistungen. Egon Galinnis von der Messe Essen GmbH erklärte, dass eine leichte Steigerung in der Nettovermietung verzeichnet werde. Die Hallen konnten verdichtet werden, um die gesamte Bandbreite der internationalen Grünen Branche abzubilden.
Die Gemeinschaftsbeteiligungen der Länder Belgien, Großbritannien, Italien, Polen, Spanien und Ungarn sind gewachsen. Erstmals präsentiert sich Südafrika. Das Osteuropa-Forum konzentriert sich auf das Partnerland Ukraine. Im Florist Event Center sind Auftritte von Manfred Hoffmann und Björn Kroner sowie die Schau "Arte floral do Brazil" geplant.
ZVG betont Selbstbehauptungswillen und Innovationskraft des Gartenbaus
Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), betonte den Selbstbehauptungswillen des Berufsstandes, der sich beispielsweise in der Kampagne der Friedhofsgärtner "Es lebe der Friedhof!" zeige. Diese Kampagne wird auch auf der IPM 2010 thematisiert.
Herker gab zudem einen Überblick über die Wirtschaftslage des Gartenbaus in Deutschland und verglich diese mit der Situation in Europa. Er äußerte die Hoffnung, dass sich Wettbewerbsverzerrungen angleichen würden. Als problematisch auf dem deutschen Markt nannte er den Preisverfall bei Obst und Gemüse sowie Niedrigstpreise, beispielsweise für Weihnachtssterne.
Heinrich Hiep, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Rheinland und Vorsitzender des IPM-Beirates, bilanzierte, dass sich der Gartenbau in der Finanzkrise als stabil erwiesen habe. Dies liege unter anderem daran, dass Blumen als wesentliches Alltagsgut wahrgenommen werden. Hiep betonte die Innovationskraft der Branche:
Wir wissen, dass die Menschen hungrig sind nach Neuheiten und wir wissen auch, dass noch viel Innovationskraft im Genpool der Pflanzen verborgen ist.
Die IPM Essen bezeichnete Hiep als "Spiegelbild des Marktes und Trendsetter". Er wies auf den "Tag der Ausbildung" am Mittwoch, 27. Januar, hin, der junge Menschen für Karrierechancen im Beruf Gärtner begeistern soll.
ZVG und Partner präsentieren sich in der "Green City"
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), ideeller Träger der IPM, sowie die Mitveranstalter Landesverband Gartenbau Rheinland e. V. und Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe e. V. präsentieren ihr Leistungsspektrum auf dem Verbändestand im Infocenter Gartenbau in Halle 1a, der "Green City". Die Bundesverbände Zierpflanzen (BVZ) und Einzelhandelsgärtner (BVE) sowie der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) nehmen dort Stellung zu aktuellen Fragen aus Produktion und Dienstleistung und stellen neue Serviceangebote vor.
Im Infocenter Gartenbau sind zudem Institutionen aus Beratung, Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Fortbildung vertreten, die neueste Erkenntnisse präsentieren.
Pflanzen-Neuheitenschaufenster und "hortigate" als Informationsplattformen
Der ZVG veranstaltet gemeinsam mit der Messe Essen in Halle 1a zum dritten Mal das Pflanzen-Neuheitenschaufenster. Dieses hat sich als fester Bestandteil der IPM etabliert. Die Lehrschau 2010 steht unter dem Thema "Zukunftswerkstatt". Lehr- und Versuchsanstalten, Hochschulen und Universitäten sowie andere Forschungseinrichtungen stellen am Stand des Infocenters Gartenbau Entwicklungen aus den Bereichen Pflanze, Technik und Innenraumbegrünung vor.
Das Online-Informationssystem "hortigate" präsentiert sich im Rahmen des ZVG-Infocenters. hortigate bündelt bundesweit veröffentlichte Fachinformationen in einer Datenbank. Abonnenten erhalten unter anderem per E-Mail kontinuierlich aktuelle Pflanzenschutz-, Anbau- und Sortenhinweise. Als neues Zusatzmodul wird das Energieportal vorgestellt, das Beiträge zum effizienten Energieeinsatz im Gartenbau veröffentlicht. Diese Sammlung soll den Informationsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördern und beispielhafte, nachhaltige Lösungen für den Gartenbau aufzeigen.
Die FGG Förderungsgesellschaft Gartenbau mbH präsentiert im Infocenter Gartenbau in der "Green City" ihr Waren- und Dienstleistungsangebot für Mitgliedsunternehmen der Gartenbauverbände.