Bagger, Lader und Anbaugeräte

Zeppelin Konzern steigert Ergebnis trotz schwierigem Marktumfeld

Der Zeppelin Konzern schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatz von 2,33 Mrd. Euro ab und steigerte das Konzernergebnis vor Steuern auf 81,2 Mio. Euro. Trotz Krisen in der Ukraine und Russland konnte das Unternehmen durch gezielte Maßnahmen und stabile Erträge erfolgreich agieren.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2015: Umsatz- und Ergebniswachstum

Der Zeppelin Konzern schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatz von 2,33 Mrd. Euro ab, nach 2,30 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg auf 81,2 Mio. Euro, verglichen mit 71,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 7.801, inklusive Auszubildende.

Die Krisensituation in der Ukraine und Russland beeinflusste das Geschäft auch 2015. Trotzdem konnte der Konzern sein Ergebnis steigern. Dies gelang durch gezielte Maßnahmen und eine stabile Ertragslage im Servicegeschäft der Geschäftseinheit Baumaschinen CIS, obwohl der Baumaschinenmarkt dort um rund 70 % einbrach. Gute Auftragserfolge in allen Strategischen Geschäftseinheiten trugen zur Sicherung hoher Marktanteile bei.

Die Strategische Geschäftseinheit Baumaschinen EU verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit ausgebauten Marktanteilen und dem höchsten Umsatz der letzten vier Jahre. Die Geschäftseinheit Rental passte ihr Geschäftsmodell und ihre Kapazitäten an die Situation in Russland und der Ukraine an. Die Geschäftseinheit Power Systems war von der gedämpften Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie betroffen, profitierte jedoch von der Nachfrage nach flexiblen Energielösungen und Blockheizkraftwerken. Erfolge gab es auch im Sektor Kreuzfahrtschiffe und bei Industriemotoren für Land- und Baumaschinen.

Die Geschäftseinheit Anlagenbau konnte ihre Ertragskraft im Vergleich zum Vorjahr steigern und größere Aufträge in den Bereichen Hersteller- und Verarbeiteranlagen für Kunststoffe sichern. Abläufe an internationalen Fertigungsstandorten wurden optimiert und Strukturen an Markterfordernisse angepasst.

Trotz vieler Widrigkeiten haben wir uns 2015 gut behauptet und unseren Konzern erfolgreich weiterentwickelt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den volatilen Märkten Russland und Ukraine, die unsere Geschäftstätigkeit stark beeinflussen.

erklärt Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH.

Durch den Ausbau neuer Geschäftsfelder und die Weiterentwicklung des konzernweiten Finanz- und Risiko-Managementsystems haben wir unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Einmal mehr haben wir unsere Lösungskompetenz erfolgreich unter Beweis gestellt und unsere Position als Anbieter von nachhaltigen Kundenlösungen verbessert. Eine große Rolle spielen dabei unsere Mitarbeiter, die durch ihr eigenverantwortliches Handeln und ihr breites Wissen den Konzernerfolg auch in herausfordernden Zeiten stützen.

ergänzt Christian Dummler, Geschäftsführer und CFO der Zeppelin GmbH, und Peter Gerstmann.

Digitale Transformation und Investitionen

Im Geschäftsjahr 2015 berücksichtigte der Zeppelin Konzern die fortschreitende Digitalisierung. Telematik, automatisierte und GPS-gestützte Maschinensteuerungssysteme sowie digitales Flottenmanagement gewannen an Bedeutung. Das 2014 gegründete Startup Klickrent GmbH wurde weiterentwickelt. Über den Online-Marktplatz „klickrent“ können Maschinen und Geräte hersteller- und händlerunabhängig gemietet und vermietet werden. Das Zeppelin Kundenportal wurde für die Ersatzteilbestellung ausgebaut, wodurch bereits ein Drittel des Ersatzteilumsatzes digital abgewickelt wird.

Zeppelin investierte 2015 über 180 Mio. Euro in Sachanlagen zur Erweiterung der Infrastruktur und in Vermietparks. Am Standort Achim bei Bremen entstanden zusätzliche Logistikkapazitäten. Trotz der geopolitischen Situation in Russland werden die Investitionen in dieser Region fortgeführt. Bis Ende 2017 soll in der Nähe von Sankt Petersburg ein neues Vertriebs-, Service- und Logistikcenter fertiggestellt werden.

Finanziell wurde der Konsortialkredit über 500 Mio. Euro vorzeitig bis 2020 mit Option bis 2022 verlängert. Kapitalmarktemissionen im Volumen von 93 Mio. Euro wurden durchgeführt und Zinssicherungsmaßnahmen bis 2025 umgesetzt.

Ausblick auf 2016

Die Aussichten für die Märkte im Jahr 2016 sind heterogen. Für die Geschäftseinheit Baumaschinen EU erwartet der Zeppelin Konzern ein robustes Geschäftsklima, da Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur die Branche beleben. Das vorhandene Produkt- und Dienstleistungsportfolio sowie die Marktpositionierung sollen hier genutzt werden. Für die geopolitisch beeinflussten Märkte in Osteuropa und der CIS wird keine Besserung der angespannten Situation erwartet.

Aufgrund anhaltend niedriger Rohstoffpreise rechnet der Konzern mit Zurückhaltung bei Neuinvestitionen im Bereich Öl- und Gasgewinnung. Eine Wachstumsschwäche wird ferner in den Kernmärkten des Anlagenbaus in Russland, Südamerika und China prognostiziert. Kapazitätsanpassungen in Russland und die Integration der Streif Baulogistik GmbH sollen das operative Ergebnis entlasten. Im Anlagenbau wird wieder eine stabile Ertragssituation erwartet. Die Aufhebung wesentlicher Teile der Sanktionen gegen den Iran könnte perspektivisch positive Impulse für diese Geschäftseinheit bringen. Der Zeppelin Konzern wird sich 2016 weiterhin auf die nachhaltige Weiterentwicklung der Marktposition und die Erschließung neuer Geschäftsfelder konzentrieren. Auch die Digitalisierung des Konzerns bleibt ein Schwerpunkt.

06.04.2016

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