Förderung und Neuausrichtung der Forschungsstelle in Erfurt
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat einen Förderbescheid für die Forschungsstelle Zierpflanzenbau in Erfurt übergeben. Diese Förderung sichert den Erhalt der Zierpflanzenbauforschung am Standort Erfurt für die kommenden fünf Jahre, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt diese Entwicklung.
Bereits im März 2018 unterzeichneten das BMEL und das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) eine Verwaltungsvereinbarung. Diese Vereinbarung ermöglicht die Fortsetzung der Forschungsarbeiten ab dem 1. Januar 2019 unter dem Namen „Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen“.
Die Kooperation zwischen Bund und Land bietet der deutschen Zierpflanzenbauforschung eine Lösung mit Perspektive und ein wichtiges Signal für die Branche. Unsere kleinen und mittelständischen Betriebe sind auf genau diese angewandte Forschung angewiesen. Nur mit einem funktionierenden Innovationstransfer von der Wissenschaft in die Praxis bleibt der deutsche Gartenbau wettbewerbsfähig.
Diese Aussage traf ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer während der Feierstunde. Die Forschungsstelle wird in die Fachhochschule Erfurt integriert und arbeitet eng mit der Friedrich-Schiller-Universität in Jena zusammen. Ziel ist es, langfristig exzellente wissenschaftliche Leistungen zu gewährleisten.
Hintergrund und Engagement des ZVG für den Standort
Der Standort Erfurt des Leibniz-Institutes für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) wurde am 30. Juni 2018 geschlossen. Nach fast zweijährigen Verhandlungen konnte im März 2018 eine Lösung für den Forschungsstandort Erfurt zwischen BMEL und TMIL gefunden werden. Der ZVG hatte sich in den Jahren zuvor intensiv bei der Bundes- und Landespolitik für den Erhalt des IGZ-Standortes Erfurt eingesetzt und wird die Arbeit der neuen Forschungsstelle weiterhin begleiten.
