Baustoffe & Materialien, Beton- und Natursteine

Metten Forum: Zukunft der Freiraumgestaltung im Fokus

Das 24. Forum von Metten Stein+Design versammelte rund 400 Fachleute in Düsseldorf, um die Zukunft der Stadt und Freiraumgestaltung zu diskutieren. Experten beleuchteten Wertewandel, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung, um neue Perspektiven für lebenswerte urbane Räume zu eröffnen.

Einblicke in die Freiraumgestaltung der Zukunft

Das 24. Forum für öffentliche Freiraumgestaltung von Metten Stein+Design versammelte im Mai rund 400 Architekten, Landschaftsplaner und Verwaltungsvertreter in Düsseldorf. Die Veranstaltung, die erstmals in den Rheinterrassen stattfand, widmete sich der Zukunft der Stadt und beleuchtete verschiedene Perspektiven durch Vorträge von Zukunftswissenschaftler Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, Stadtplaner Dipl.-Ing. Michael Heller, Dipl.-Ing. Christoph Wetzel von der Bergischen Universität Wuppertal sowie Journalist Ulrich Wickert.

Zentrale Fragen des Forums waren:

  • Für wen werden Städte geplant und entwickelt?
  • Wie steht es um die Lebensfähigkeit oder Verdünnung der Innenstädte?
  • Ist ein Masterplan Vision oder Pragmatismus?
  • Was geschieht, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden?

Wertewandel und Lebensräume

Prof. Dr. Horst Opaschowski präsentierte seine Prognosen zur Arbeits- und Lebensweise in Deutschland im Jahr 2030. Er betonte die hohe Treffsicherheit seiner auf statistischen Zeitreihen basierenden Zukunftstrends. Ein Trend betrifft die Globalisierung der Arbeitswelt, die eine Neuverteilung der Arbeit weltweit zur Folge hat. Opaschowski formulierte dies mit der Formel: 0,5 mal 2 mal 3, was bedeutet, dass künftig die Hälfte der Mitarbeiter doppelt so viel verdienen, aber dreimal so viel leisten müssen.

Er prognostizierte eine Leistungsexplosion der jungen Generation und einen Rückgang des Anteils der Hedonisten. Die Familie gewinne wieder an Bedeutung:

Im 21. Jahrhundert sind Kinder und Familie wieder in[cite: 20].
Innerhalb der Familien werde es Diskussionen über Rollenwechsel geben, und das Patriarchat verabschiede sich. Statt mit 50 zum alten Eisen zu gehören, sei ein „Re-Start mit 50“ und ein Comeback mit 65 zu erwarten.

Die Lebens- und Wohnkonzepte werden sich ebenfalls ändern. Generationenhäuser und Seniorengemeinschaften sollen Altenheime und betreutes Wohnen ablösen, nach dem Motto: „Gemeinsam statt einsam“. Der Begriff Wohlstand erfahre eine neue Interpretation:

Wohlstand im klassischen Sinne verliert an Bedeutung und wird zu einer Frage des persönlichen und sozialen Wohlergehens[cite: 20].
Zukünftig bedeute Wohlstand auch, weniger Güter zu besitzen und dennoch besser zu leben.

Nachhaltigkeit und Produktinnovationen

Dr. Michael Metten stellte in seinen „Ein- und Ausblicken auf Metten Stein+Design“ sieben Objektberichte aus Deutschland vor. Er hob die Bedeutung hervor, soziale und wirtschaftliche Werte gleichberechtigt mit Umweltgesichtspunkten zu berücksichtigen:

Auch in Zeiten guter Geschäfte ist es entscheidend, den Blick für Natur, Umwelt und Menschen nicht zu verlieren. Und da ist man sehr schnell am Punkt `Nachhaltigkeit’ angelangt[cite: 20].
Als Beitrag des Unternehmens präsentierte er die „BlueAir-Technology“. Diese Technologie baut nach dem Vorbild der Photokatalyse von Pflanzen Stickstoffoxide in der Luft aktiv ab, indem Betonwerksteine photokatalytisch aktiviert werden. Ein Großteil des Produktportfolios könne bereits mit dieser Technologie ausgestattet werden.

Metten verfolgt weiterhin den Weg der Verantwortung gegenüber der Umwelt, den natürlichen Ressourcen und künftigen Generationen. Das Energieeffizienzprogramm „GreenEfficiency“ zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen bis 2018 um 20 % und bis 2035 um 45 % zu senken. Zudem sollen produktbezogene Informationen über den CO2-Ausstoß verfügbar gemacht werden. „GreenEfficiency“ umfasst auch die Auswahl der Rohstoffe, den Strommix, das Recycling der Produkte und den schonenden Umgang mit Wasser.

Eine weitere Neuerung war „Palladio“, ein puristischer Betonstein mit einer samtigen Oberfläche. Er zeichnet sich durch monochrome Farbtöne, klare Konturen und ein schnörkelloses Design aus. Eine Vielfalt an Formaten und Materialstärken ermöglicht Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten. Besondere Neuerung sind die 16 Zentimeter starken Steine in den Abmessungen 50 x 10, 37,5 x 10 und 25 x 10 cm. Mit diesem „Stadtparkett“ lassen sich klassische Fischgrät- und Stabparkett-Verlegemuster auch im öffentlichen Raum realisieren.

Die Kölner Agentur „Brandit“ inszenierte den neuen „Parkettboden für den öffentlichen Raum“ mit der Performance „RUN“. Die tänzerische Darstellung, begleitet von eigens komponierter Musik und einer Projektion auf eine schwebende 6 x 2 m große Betonsteinfläche, zeigte Szenen des täglichen Lebens auf öffentlichen Plätzen.

Auftrittssichere Städte

Dipl.-Ing. Christoph Wetzel von der Bergischen Universität Wuppertal stellte seine Forschung zum rutschhemmenden Potenzial von Fußböden und Schuhen vor. Er präsentierte Messmethoden und Prüfverfahren, die das Begehen von Betonwerkstein-Flächen in verschiedenen Situationen simulieren. Zudem erläuterte er Normungen und Rutschsicherheitseinstufungen. Nach seinen Prüfergebnissen können Betonwerksteine mit geschliffener Oberfläche als „auftrittsreif und ausreichend sicher“ eingestuft werden.

Stadtentwicklung und Visionen

Architekt Dipl.-Ing. Michael Heller betonte die Bedeutung eines Masterplans für die Stadtentwicklung. Der Umgang mit der Geschichte sei wichtig für den Sprung in die Zukunft. Ein Masterplan solle Übersicht schaffen, den Charakter einer Stadt beschreiben, ihre Konturen schärfen und Entwicklungen stimulieren.

Stadtvision ist nicht nur alles spektakulär neu zu machen, sondern Bestehendes zu mobilisieren[cite: 20].
Oft seien unspektakuläre, aber intelligente Lösungen entscheidend für die Qualität eines Plans. Der Erfolg hänge auch von der Akzeptanz der Bürger ab, wie Heller an Projekten in Köln und Frankfurt zeigte.

Lebenswerte neu entdecken

Journalist Ulrich Wickert sprach über die Sehnsucht nach verlässlichen Werten und die Bedeutung ethischer Werte für die Gesellschaft.

Wenn in unserer Gesellschaft etwas nicht funktioniert, hängt es auch damit zusammen, dass Werte, die Tugenden ausmachen nicht bekannt sind[cite: 20].
Er betonte die Wichtigkeit von Verantwortung und Eigeninitiative:
Heute scheint Geldgier über soziale Verantwortung zu siegen[cite: 20].
Wickert hob hervor, dass gemeinschaftliche Werte, Tugenden und soziales Denken für das menschliche Miteinander in einer Gesellschaft von Bedeutung sind.

Das Metten Forum bestätigte sich als Fachveranstaltung für Planer, was die Anzahl der Wiederholungsteilnehmer belegt. Die Veranstaltung bot spannende Vorträge, individuelle Gespräche, eine professionelle Organisation und eine Moderation durch Bastian Imenkamp.

16.06.2011

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

METTEN Stein+Design GmbH & Co. KG

Hammermühle
51491Overath
Deutschland

Tel.:+49 (0) 2206 603 30
Fax:+49 (0) 2206 603 80

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