Messen und Veranstaltungen

Zukunftsgärten: Innovative Konzepte für den Garten- und Landschaftsbau

Sechs Schaugärten präsentierten auf der GardenLife zukunftsfähige Gartenideen, von romantischen Gärten bis zu vertikal begrünten Minigärten. Rund 29.000 Besucher nutzten die viertägige Veranstaltung, die auch einen neuen Biergarten bot.

Innovative Gartenkonzepte für urbane Räume

Sechs Schaugärten präsentierten auf der GardenLife zukunftsfähige Gartenideen. Die Konzepte reichten von einem romantischen Garten, der von Auszubildenden gestaltet wurde, über ein Wohlfühlzimmer auf einer Dachterrasse bis hin zu vertikal begrünten Minigärten für kleine städtische Grundstücke. Ergänzt wurden diese durch Regalbeete und Stampfbeton-Mauern.

Rund 29.000 Besucher nutzten die viertägige Veranstaltung. Eine neue Möglichkeit zur Rast bot der bewirtschaftete Biergarten „Check Point Garden“ der Landschaftsgärtner, der einen Blick auf die Zukunftsgärten ermöglichte.

„L’avenir vert – die grüne Zukunft“

Im urbanen Umfeld nimmt der Platz für klassische Gärten ab. Die Firma Lutz + Riepert aus Reutlingen zeigte in ihrem Zukunftsgarten, wie gärtnerisches Wirken trotz Nachverdichtung und hoher Grundstückspreise möglich ist. Die Nutzung von Dächern, Wänden und Hochbeeten ermöglicht die Etablierung von Pflanzen auch auf engstem Raum. Entscheidend ist dabei die Wahl der Systemtechnik.

Ein Dachbegrünungsaufbau, ein spezielles Hochbeet-Substrat und eine automatische Bewässerung mit Düngerlösung für vertikale Grünflächen gewährleisten langfristig funktionierendes Grün, selbst in kleinen Gärten.

„Schrebergarten 2.0“

Der „Schrebergarten 2.0“, gestaltet von Landschaftsgärtner-Auszubildenden der Justus-von-Liebig-Schule in Göppingen, diente der Erholung und als Basis für Selbstversorger. Pflanzen spielten hier eine zentrale Rolle, sowohl in Hochbeeten als auch vertikal. Ein selbst entworfenes Regalsystem aus Holz, das an ein Studentenzimmer erinnerte, beherbergte vertikales Grün. In einer Sommerküche aus Naturstein konnte selbstgezogenes Gemüse zubereitet werden.

„Die Zukunft ist Grün – mein Garten zum Wohlfühlen“

Die Gestaltung der Geiger’s GmbH aus Rottenburg legte Wert auf den Genuss für alle Sinne. Ein Wasserspiel aus Holz filterte Geräusche und erhöhte die Luftfeuchtigkeit. Üppige Pflanzungen in Hochbeeten aus dunklem Naturstein boten Tomaten und Paprika zur Ernte. Hohe Spalierbirnen dienten als Sichtschutz und Früchtelieferant. Der Duft von Blüten und Kräutern trug zur Atmosphäre bei.

Nutzgarten und grüne Erholung auf kleinstem Raum

Die Garten-Moser GmbH & Co. KG aus Reutlingen gestaltete einen Garten, der horizontal und vertikal nutzbar ist. Er bot einen Sitzplatz mit Wasserspiel, eingebettet in eine bienenfreundliche Zier- und Nutzpflanzenwelt. Ein Hochbeet aus Muschelkalk-Natursteinmauer enthielt Wildobst, Beeren, Kräuter und Bauerngartenpflanzen.

Vertikales Grün an der Hauswand und Weinreben an einer Robinienholz-Pergola verstärkten das naturnahe Ambiente und verbesserten das Mikroklima. Der Garten bot Erholung und Nahrung sowie Nischen für Vögel und Insekten.

„Up in den Garten“

Die Bäumler aus Nürtingen präsentierten in „Up in den Garten“ eine Wohlfühloase mit intelligenten Lösungen und ressourcenschonender Materialverwendung. Ein offener Vorplatz mit Eckbank, die auch als Stufe diente, war von bepflanzten Hochbeeten und einem Hausbaum umgeben. Ein höher gelegener Bereich ähnelte einer Dachterrasse mit Blick auf eine städtische Skyline, eingerahmt von einer Staudenbepflanzung.

Verwendet wurden nachhaltige Materialien wie begrünte Wände aus Weinregal-Ziegeln, eingefärbter Stampfbeton, recycelter Beton für Stufen und Pflaster sowie Holz aus heimischer Lärche.

„Unser Zukunftsgarten“

Fünf Auszubildende der Firma Jochen Thomann aus Bitz planten und bauten ihren Zukunftsgarten. Barrierefreiheit und die Verwendung regionaler sowie gebrauchter Materialien für einen geringen CO2-Fußabdruck waren dabei wichtige Aspekte. Der Garten zeigte Upcycling-Lösungen: ein Frühbeet aus alten Holzbalken und einem antiken Frühbeetfenster, ein Hochbeet aus einem verkleideten Kunststoffkübel und zwei Zinkwannen-Teiche. Eine Terrasse aus polygonalem Plattenbelag bot einen Rückzugsort vor blühenden Sträuchern.

In diesem Selbstversorgergarten wuchsen Obstbäume, Beerensträucher, Gemüse und Kräuter. Das Farbkonzept der Stauden umfasste Violett-, Rosa- und Pinktöne.

Publikumslieblinge

Das Publikum wählte die drei beliebtesten Gärten. Den ersten Platz belegte „L’avenir vert“ von Lutz + Riepert aus Reutlingen. Knapp dahinter folgte „Unser Zukunftsgarten“ der Auszubildenden der Firma Thomann aus Bitz. Den dritten Platz erreichte „Nutzgarten und grüne Erholung auf kleinstem Raum“ der Firma Garten-Moser aus Reutlingen.

11.06.2019

Zurück