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DWA plant Themenband „Drainagen“ und Überarbeitung der DIN 4095

Die DWA plant einen Themenband zu „Drainagen“ und die Überarbeitung der DIN 4095. Dies adressiert technische und wirtschaftliche Komplikationen durch Drainagewasser in der Grundstücksentwässerung. Es werden rechtliche, gebührenrechtliche und technische Aspekte beleuchtet, um bundesweite Probleme zu lösen.

DWA-Initiative zu Drainagen: Ein umfassender Überblick

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) beabsichtigt die Erstellung eines Themenbandes zum Thema „Drainagen“. Der Fachausschuss ES-6 „Grundstücksentwässerung“ identifiziert Drainagen als ein zukünftig relevantes Thema. Im Rahmen der verstärkten Inspektion von Grundstücksentwässerungen wird eine zunehmende Anzahl von an diese angeschlossenen Drainagen festgestellt. Die daraus resultierenden technischen und wirtschaftlichen Komplikationen stellen bundesweit ein wachsendes Problem dar.

Im Fokus stehen dabei Fragen zur rechtlichen Einordnung der Einleitung von Drainagewasser, beispielsweise im Hinblick auf Wassergesetze und Ortsrecht. Ebenso sollen die gebührenrechtliche Bewertung, etwa durch Satzungsmodelle oder Drainagegebühren, sowie Methoden zur Ermittlung der eingeleiteten Wassermengen beleuchtet werden. Des Weiteren werden Alternativen zur Einleitung in die Kanalisation, wie die Ableitung in Gewässer oder die Versickerung, sowie deren bauliche Umsetzung behandelt.

Parallel dazu plant DIN die Überarbeitung der aus dem Jahr 1990 stammenden DIN 4095. Die Neufassung soll in vier Teilen erscheinen:

  • DIN 4095-1 Baugrund – "Wassereinwirkungen und Begriffe für Dränung"
  • DIN 4095-2 Baugrund – Dränung von "Stauwasser" an Gebäuden (Regel-/Bemessungsfall)
  • DIN 4095-3 Baugrund – Dränung von Grundwasser an Gebäuden
  • DIN 4095-4 Baugrund – Dränung von Grundwasser an sonstigen baulichen Anlagen

Inhalte des Themenbandes „Drainagen“

Der geplante Themenband „Drainagen“ soll folgende Aspekte behandeln:

  • Darstellung der Problemstellung
  • Gegebenenfalls eine Darstellung der Ist-Situation in Deutschland
  • Rechtliche Würdigung und Einordnung des Themas „Drainagen“
  • Technische Auswirkungen von Drainagen auf die Entwässerung
  • Anteil des Drainagewassers (Fremdwasser) im Vergleich zum Gesamtablauf der zugehörigen Kläranlage
  • Wirtschaftliche Auswirkungen von Drainagen auf die Abwassergebühren
  • Anschlussbedingungen und bauliche Ausbildung
  • Handlungsempfehlungen für den Abwasserbeseitigungspflichtigen für den Bestand, den Neubau und temporäre Situationen (z.B. bei Baustellen)
  • Möglichkeiten der Einleitmengenermittlung
  • Bürgerberatung

Der Leitfaden richtet sich an Entwässerungsbetriebe, Ingenieurbüros, Bürger und den Verbraucherschutz. Er wird von der neu zu gründenden Arbeitsgruppe ES-6.7 „Drainagen“ innerhalb des Fachausschusses ES-6 „Grundstücksentwässerung“ erarbeitet. Als designierter Sprecher der Arbeitsgruppe ist Dipl.-Ing. Sven Pack vom Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf vorgesehen. Interessierte Fachleute sind zur Mitarbeit eingeladen und können sich an die Bundesgeschäftsstelle der DWA wenden. Hinweise zur Bearbeitung werden ebenfalls von der DWA-Bundesgeschäftsstelle entgegengenommen.

08.11.2018

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