Maschinenbeschaffung nach Praxistest
„Das haben wir immer schon so gemacht.“ Dieser Satz steht auf Baustellen häufig für festgefahrene Abläufe. Beim Hamburger Familienunternehmen Zum Felde ist dagegen ein strategischer Ansatz gefragt, wenn der Maschinenpark erneuert wird. Alle vier bis sechs Jahre steht ein Wechsel an. Dabei kommt es für Geschäftsführer Justin Fischer nicht darauf an, automatisch am bisherigen Modell festzuhalten. Entscheidend ist vielmehr, ob sich eine Maschine im direkten Vergleich mit vergleichbaren Modellen anderer Anbieter im Arbeitseinsatz bewährt.
Die kompakten Cat Radlader 908 hatten sich über mehrere Jahre bereits im Baustellenalltag des Unternehmens bewährt. Dennoch musste auch bei der aktuellen Beschaffung die praktische Leistung überzeugen. Datenblätter und Markennamen allein reichen für die Auswahl nicht aus. Ausschlaggebend ist, wie sich die Maschinen unter realen Einsatzbedingungen bewähren und ob sie die Anforderungen der Mitarbeiter erfüllen.
Intuitive Bedienung und ergonomische Ausstattung
Auf den Baustellen wechseln die Fahrer innerhalb einer Kolonne regelmäßig zwischen den Maschinen. Deshalb legt Zum Felde Wert auf eine intuitive Bedienung und übersichtliche Steuerungskonzepte. Die Mitarbeiter sollen sich schnell zurechtfinden und ohne lange Umgewöhnungszeiten arbeiten können. Auch ihre Wünsche zur Ausstattung fließen in die Beschaffung ein.
Alle elf Baumaschinen wurden mit einem Deluxe-Sitz bestellt. Dieser ist luftgefedert, unterstützt die Lendenwirbelsäule und lässt sich bei Bedarf beheizen. Für das Unternehmen ist die Ausstattung mehr als eine Komfortfrage: Wer täglich viele Stunden auf einer Maschine verbringt, soll möglichst angenehme Arbeitsbedingungen vorfinden. Die ergonomische Ausstattung ist damit auch ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten.
Vielseitigkeit für wechselnde Baustellenanforderungen
Im täglichen Einsatz müssen die Radlader unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dazu gehören das Heben schwerer Paletten mit einer Gabel, das Verladen von Schüttgütern mit einer Universalschaufel und das Mischen von Beton mit einem Mischer. Neben der Vielseitigkeit zählt für Zum Felde deshalb auch die erforderliche Leistungsfähigkeit.
Die elf Cat 908 werden projektbezogen eingesetzt. Abhängig von der Größe der Baustelle und dem anfallenden Materialaufkommen erhält eine Kolonne eine oder zwei Maschinen. Auf diese Weise sollen Materialumschlag und Baustellenlogistik effizient abgewickelt werden. Die kompakte Bauweise und die flexible Verwendung passen zu den unterschiedlichen Aufgaben, die das Unternehmen im Außenanlagenbau sowie bei weiteren Bauprojekten übernimmt.
Telematik und Zeiterfassung sollen stärker vernetzt werden
Die Anforderungen im Garten- und Landschaftsbau steigen. Enge Bauzeiten und zunehmender Kostendruck machen es erforderlich, Maschinen nicht nur nach dem aktuellen Stand der Technik auszuwählen, sondern sie auch wirtschaftlich einzusetzen. Zum Felde plant deshalb, die Nutzung seiner Flotte künftig mithilfe digitaler Daten noch genauer auszuwerten.
Im Herbst startet ein Pilotprojekt, bei dem die Telematikplattform VisionLink mit der Zeiterfassung galawork verknüpft wird. Ziel ist es, Maschinen- und Betriebsdaten besser miteinander zu verbinden. Dadurch sollen Einsatzzeiten, Auslastung und verfügbare Kapazitäten transparenter erfasst werden. Geschäftsführer Justin Fischer sieht darin eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Steuerung des Maschinenparks.
„Gerade bei einer Flotte dieser Größenordnung gewinnen belastbare Daten zunehmend an Bedeutung“
Die Daten sollen helfen, Maschinen bedarfsgerecht einzusetzen, Stillstandzeiten zu reduzieren und Entscheidungen rund um den Fuhrpark auf eine fundierte Grundlage zu


