Branchenverbände, Verbände und Organisationen

ZVG-Präsident Mertz fordert Unterstützung für den Gartenbau

Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), hat bei einem Praxisbesuch mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die aktuellen Herausforderungen des Gartenbaus thematisiert und notwendige Unterstützung für die Betriebe gefordert.

Herausforderungen und notwendige Hilfen für den Gartenbau

Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), hat bei einem Praxisbesuch mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die aktuellen Herausforderungen des Gartenbaus thematisiert. Während des Rundgangs in der Gärtnerei Böck bei München sprach Mertz die notwendige Unterstützung für die gärtnerischen Betriebe an.

Mertz hob die Bedeutung des Gartenbaus für die gesunde und sichere Ernährung der Bevölkerung sowie für emotionalen Halt hervor, was sich bereits in der Corona-Pandemie gezeigt habe. Diese Leistungen seien jedoch durch gestiegene Betriebsmittelpreise und Unsicherheiten bei der Energieversorgung gefährdet.

Produktionssicherheit und Krisenhilfen

Der ZVG-Präsident betonte, dass die Produktion im Gartenbau nicht einfach pausiert werden könne, da bereits jetzt Vorplanungen für das kommende Jahr erforderlich seien. Zudem sei eine sichere Energieversorgung für Unterglas-Betriebe vor der Freiland- und Freizeitsaison essenziell.

„Wir müssen den Gartenbau über den Winter bringen“, mahnte Mertz.

Dazu gehöre die schnelle und unbürokratische Umsetzung der zugesagten Krisenmittel für alle Gartenbaubereiche, um die regionale Produktion in Deutschland zu sichern.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir unterstrich den Wert der nachhaltigen Produktion von gesundem Gemüse vor Ort. Er betonte die Notwendigkeit, den Gartenbau in der aktuellen Situation zu unterstützen und Notlagen schnell abzufedern. Dafür stünden der Landwirtschaft 180 Millionen Euro zur Verfügung.

Langfristige Unterstützung und Nachhaltigkeit

Özdemir hob zudem die langfristige Unterstützung der Betriebe bei der klima- und umweltfreundlichen Produktion hervor. Dies geschehe unter anderem durch ein Programm zur Energieeffizienz im Gartenbau sowie Forschungsprogramme wie Gartenbau 4.0, nicht-chemischer Pflanzenschutz und urbaner Gartenbau. Auch Initiativen zur Torfminderung seien Teil dieser Strategie.

Mertz bestätigte, dass gärtnerische Unternehmen intensiv daran arbeiten, den Torfeinsatz zu reduzieren und die Düngung effizienter zu gestalten. Trotz des Einsatzes von Nützlingen im Unterglasanbau sei der Gartenbau weiterhin auf tragfähige und wirksame Pflanzenschutzmittel im integrierten Pflanzenschutz angewiesen.

19.07.2022

Zurück