Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Welches Lebensumfeld wünschen sich Jugendliche und was brauchen sie, um ihre Freizeit in der Natur ansprechend zu gestalten? Diesen Fragen geht die - Zukunftswerkstatt Future Trend - in der Gemeinde Bad Neuenahr-Ahrweiler nach und sucht in allen Ortsteilen den direkten Kontakt mit den Jugendlichen, um gemeinsam mit ihnen kreative Ideen in die Praxis umzusetzen.

Offene Kinder- und Jugendarbeit Bad Neuenahr-Ahrweiler. (Foto: DUH)

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) unterstützt diese bedarfsorientierte Freiraumgestaltung als eines von fünf ausgewählten Modellprojekten im Rahmen ihres bundesweiten Projekts "Umweltgerechtigkeit durch Partizipation".

Die Kampagne der Umweltschutzorganisation betont die Bedeutung von Grünflächen im Wohnumfeld und dabei insbesondere deren Wirkung auf die Gesundheit und die sozialen Entwicklungsmöglichkeiten.

"Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Wohnumfeld-Gestaltung ermöglicht die kreative Auseinandersetzung mit der eigenen physischen und sozialen Lebensumwelt. Im Austausch miteinander entwickeln die jungen Menschen dabei wichtige Kompetenzen, wie Konfliktverhalten und Verantwortungsbewusstsein", erklärt Robert Spreter, der den Kommunalen Umweltschutz bei der DUH leitet.

"Beeindruckend an dem Ansatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist die Konsequenz, mit der versucht wird, die Jugendlichen flächendeckend und quer durch alle sozialen Schichten anzusprechen."

Wie die Gestaltung eines Außenareals für Jugendliche aussehen kann und wie potenzielle Konflikte bei der Umsetzung bewältigt werden können, möchte die Umweltschutzorganisation mit den lokalen Akteuren diskutieren. Aus diesem Grund veranstaltet die DUH gemeinsam mit Experten aus den Bereichen Kinderrechte, partizipative Stadtentwicklung und Naturerfahrung im Ortsteil Walporzheim einen Workshop, in dem auch Methoden erarbeitet werden, mit denen die Jugendlichen für den demokratischen Ablauf bei der Realisierung der Projekte sensibilisiert werden.

"Die Kinder und Jugendlichen, die sich an den von uns initiierten Zukunftswerkstätten beteiligen, bringen ihre Ideen und Wünsche für die Gestaltung des eigenen Ortsteils ein und setzen diese dann auch selbst um. Das große Engagement und die Kreativität, mit der sich die vielen jungen Menschen beteiligen, freuen uns sehr", sagt Annette Gies von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

"Bis die Projekte umgesetzt werden können, vergeht natürlich einige Zeit. Das ist dann oft eine Geduldsprobe für die teilnehmenden Jugendlichen."

Gemeinsam mit dem Expertenteam bereist die DUH in den kommenden Monaten noch weitere Modellprojekte in Deutschland und wird ihre Erfahrungen und die aus den Besuchen entstehenden Impulse in einem Handlungsleitfaden bündeln. Dieser soll anschließend andere lokale Initiativen dabei unterstützen, die Bevölkerung zur aktiven Beteiligung an Umweltgerechtigkeitsprojekten aufzurufen.

Weitere Informationen zum Projekt "Umweltgerechtigkeit durch Partizipation" sowie zu den ausgewählten Modellprojekten finden Sie im Internet.

 

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