Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Grünflächen in der Stadt sind nicht nur für Erholung und Lebensqualität wichtig, sie bieten auch vielen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Für die Pflege und Entwicklung dieser Flächen sind die Kommunen angesichts knapper Kassen auch auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Ein neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll die vielfältigen privaten Initiativen miteinander vernetzen. Die neue Plattform geht zunächst für Hamburg online, ist aber auch auf andere Städte übertragbar.

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Mit Grünanteil.net gibt es erstmalig im Internet eine interaktive Stadtkarte mit Veranstaltungskalender und Austauschmöglichkeit für alle, die in der Stadtnatur aktiv sind oder sich engagieren möchten. Hier können sich interessierte BürgerInnen, NaturschützerInnen, urbane GärtnerInnen, die Stadtverwaltung und grüne Initiativen austauschen, gegenseitig beraten und unterstützen. Ein Ziel der Vernetzung ist die Gestaltung der Stadt im Sinne der biologischen Vielfalt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Mehr Grün in der Stadt ist eine Chance für die Stadtbewohner, die Erholung vom Alltag suchen. Aber es ist auch eine Chance für die Natur: Städte bieten große Potenziale für biologische Vielfalt: Dazu zählen nicht nur öffentliche Grünflächen, sondern auch die zahlreichen Gärten, Baumscheiben und Brachflächen, die von Vereinen, Initiativen oder anderen Engagierten gepflegt werden. Sie alle können den urbanen Lebensraum im Sinne der biologischen Vielfalt prägen."

BfN-Präsidentin Beate Jessel: „Die Plattform Grünanteil.net bietet die Möglichkeit, über das aktive Erleben und Mitgestalten das Bewusstsein für die biologische Vielfalt vor Ort und die Wertschätzung und Verantwortung für das eigene Umfeld zu steigern sowie Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt umzusetzen."

Das Projekt wird in den nächsten zwei Jahren mit rund 185.000 Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich begleitet. Projektträger ist der Verein Motte. Unterstützt wird das Projekt durch die Stiftungsgemeinschaft Anstiftung&Ertomis und die Stiftung EuroNatur.

 

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