Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Immer wieder hat in der Vergangenheit Hochwasser die am Main gelegene Altstadt von Miltenberg (Unterfranken) heimgesucht. Weshalb die Kreisstadt vor Jahren neue Maßnahmen zum Hochwasserschutz ergriff. Dabei sollte zugleich die Uferpromenade umgestaltet werden und ihr ein neues Gesicht verleihen.

Im Zuge ihres Hochwasserschutzes ließ die im Maintal gelegene Stadt Miltenberg auch ihre Uferpromenade neu bepflastern. Eine Umgestaltung, die am ersten Juli-Wochenende 2016 beim jährlichen Stadtfest gefeiert wurde.

Kosmopolitischer Untergrund: Insgesamt neun Natursteinsorten aus sechs Ländern, von China über Portugal bis Schweden, zieren in Miltenberg nun rund 9.000 Quadratmeter Fläche. (Fotos: Besco)

Das zuständige Architekturbüro Holl Wieden Partnerschaft aus Würzburg riet dem Gemeinderat dazu, das Nützliche mit dem Ästhetischen zu verbinden und empfahl als Pflaster daher Naturstein. Der sei haltbarer und bei großen Flächen lebendiger.

Bei schönstem Sommerwetter lud die zwischen Weinbergen und Wald gelegene „Perle des Mains“ am ersten Juli-Wochenende zu ihrem jährlichen Stadtfest. Dieses fand unter dem Titel „MainFest“ anlässlich der neuen Promenade an der Mainstraße erstmals auf dem dort umgestalteten Pflaster statt. Zugleich weihte Miltenberg so den letzten Abschnitt seines neuen Hochwasserschutzes ein, dessen erste Bauphase im Jahr 1999 begann. Eine beinah zwei Kilometer lange Schutzmauer soll nun Wassermassen abhalten. Denn in der Vergangenheit hatte wiederholt Hochwasser die linke Mainseite Miltenbergs heimgesucht. Als Folge nahm die Altstadt durch Überflutungen große Schäden. Mit ihrer Hochwasserschutzmaßnahme will die Kreisstadt dem Flutrisiko nun Einhalt gebieten. Und entschloss sich zugleich im Zuge der Baumaßnahmen für eine gestalterische Aufwertung der Mainpromenade.

Diese lädt zur kleinen Reise um die Welt: Neun belgrano-Natursteinsorten aus sechs Ländern helfen hier als wilder Pflasterverband die Mainstraße optisch zu beleben. Aus Schweden, Italien, Spanien, Portugal, Vietnam und China stammen die 8.000 Quadratmeter Natursteine der Berliner Steincontor GmbH (Besco), die den 9.000 Quadratmeter umfassenden Gehwegbereich von der Alten Volksschule bis zum Jagd Hotel Rose schmücken. Bei den verschiedenen Pflastern handelt es sich um eine Mischung aus buntem Porphyr, rotem Quarzit, Quarzmonzodiorit anthrazit, hellgrauem Granodiorit, lilarotem und rotem Ryholit sowie rotem, rotgrauem und rosafarbenem Granit.

Die verschiedenen Steinfarben des Granits, Porphyrs und Quarzits sollen die große Fläche der Promenade lebendiger gestalten. Die variationsreichen Rot- sowie leichten Grautöne passen sich zudem harmonisch der typischen Farbe des regionalen Sandsteins an. Der schon im Mittelalter begehrte rote Mainsandstein kam auch in Bereichen wie dem Flussforum als Pflasterplatte zum Einsatz. Die gesägten und geflammten belgrano-Pflaster von Besco für die Promenade selbst machten keine spezielle Bearbeitung erforderlich. Und überzeugen durch ihre Haltbarkeit sowie Frost- und Tausalzbeständigkeit.

Angesichts einer derart umfangreichen und langwierigen Umgestaltung wie in Miltenberg der Fall spielt ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis eine große Rolle. „Bei dem Naturstein von Besco handelte es sich um ein günstiges Angebot“, sagt Dr. Hartmut Holl vom zuständigen Architekturbüro Holl Partnerschaft Wieden. „Zudem war es hilfreich, alle Steine von einem Lieferanten beziehen zu können.“ Denn während der rund ein Jahr währenden Bauzeit des Pflasters lieferte Besco alle Materialien zum richtigen Zeitpunkt in der entsprechenden Menge. Zu verdanken ist dies der engen Koordination zwischen Bauunternehmen, Pflasterbetrieb und Lieferant. Als Folge lässt sich somit der Finanzierungsaufwand des Bauunternehmens erheblich minimieren.

Besco handelt mit allen Natursteinen der Welt. Zuvor wird sichergestellt, dass die Gesteine technisch geeignet sind und die Herstellung unter fairen Bedingungen stattfindet. Dazu werden jeweils Gesteinsproben in Deutschland aufwendig nach DIN-EN Vorhaben technisch untersucht und die Produktionsstätten besucht und/oder die Produktion mit eigenen Mitarbeitern überwacht. Beim Transport stehen ökologische Überlegungen an erster Stelle.

Projektdetails

Bauausführung: 2015 bis 2016
Bauherr: Stadt Miltenberg
Architekten / Stadtplaner: Holl Partnerschaft Wieden (Würzburg)
Natursteinlieferant: Berliner Steincontor GmbH (Besco)
Liefermenge: 8.000 Quadratmeter belgrano-Natursteine

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

BESCO Berliner Steincontor GmbH

Zepenicker Str. 2
13125 Berlin-Buch
Deutschland

Tel.: +49 (0)30/2593889-0
Fax: +49 (0)30/2593889-99

Email:
Web: http://www.besco-gmbh.de

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