Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Regionalgartenschau 2017 bringt die Natur nach Pfaffenhofen an der Ilm. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf gestern in der Gastgeberstadt der diesjährigen Gartenschau.

Ulrike Scharf (Foto: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

"Die Planer der Regionalgartenschau haben die Natur in die Stadt geholt. Die Schau wird zum einmaligen Naturerlebnis im Jetzt und schafft bleibende Werte für morgen. Das ist gelebte Nachhaltigkeit, wie sie in Pfaffenhofen bereits seit vielen Jahren mit den Bürgern praktiziert wird", so Scharf.

Eine tragende Rolle nimmt die Ilm ein. Sie verbindet die verschiedenen Planungsbereiche und ist neben den drei Parkanlagen das prägende Element der Gartenschau. Der Fluss wurde auf 500 Metern naturnah ausgebaut. Diese Maßnahme kommt zum Beispiel der Wasseramsel zu Gute. Durch den neu gestalteten Sport- und Freizeitpark gewinnt die Stadt außerdem einen zentralen Erholungsbereich. Der erweiterte Ilmtal-Radweg verbessert die Verbindung von der Innenstadt zu den Sporteinrichtungen. Die Ilm-Insel eignet sich durch ihre zentrumsnahe Lage hervorragend als Erholungs- und Entspannungsbereich für die Beschäftigten in der Innenstadt. Auch der Bürgerpark auf dem ehemaligen Bauhofs- und Recyclinghofgelände wurde umgestaltet. Scharf: "Pfaffenhofen hat ein grünes Herz bekommen. Auf den völlig neuen Grün- und Erholungsflächen mit einer Größe von rund 5 Hektar wurden 75.000 Blumenzwiebeln, 330 Bäume und 6.750 Sträucher gepflanzt. Außerdem sind 1.500 Quadratmeter an Staudenflächen entstanden."

Die Regionalgartenschau 2017 wird am 24. Mai offiziell eröffnet und dauert bis zum 20. August. Das Umweltministerium und die EU haben die Schau mit jeweils rund 1,28 Millionen Euro gefördert. Insgesamt wurden durch Landesgartenschauen und Regionalgartenschauen in Bayern bislang rund 460 Hektar Grünflächen neu geschaffen – das sind knapp 650 Fußballfelder. Das Bayerische Umweltministerium hat seit 1980 Landes- und Regionalschauen mit insgesamt etwa 67 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt rund 22 Millionen Gäste haben die Gartenschauen besucht.

 

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