Naturschutz

1. Deutscher Waldtag: Pflanzaktion mit 22 Waldarbeiterinnen und Waldarbeitern aus ganz Deutschland

18.10.2016

„Ohne die Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter gebe es nicht den großen Beitrag von Wald und Holz zum Klimaschutz, und auch die Wälder unserer Heimat wären nicht so vielfältig“, sagte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, gestern bei einer Baumpflanzaktion im ehemaligen Reifenwerk in Berlin-Schmöckwitz.

Anlässlich des 1. Deutschen Waldtages, der am Dienstag und Mittwoch (18. und 19. Oktober) unter dem Motto „Unser Wald – Klimaschützer und Multitalent“ in Berlin stattfindet, hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 22 Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter aus ganz Deutschland in die Bundeshauptstadt eingeladen, um deren Leistung und Engagement für die Wälder sichtbar zu machen.

Laut Eurostat gibt es rund 36.500 Beschäftigte in der deutschen Forstwirtschaft. Bei der Baumpflanzaktion, die das BMEL gemeinsam mit den Berliner Forsten, der AGDW – Die Waldeigentümer und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) in Schmöckwitz durchführte, stand insbesondere die Arbeit der Forstwirtinnen und Forstwirte im Mittelpunkt.

„Die Forstwirtinnen und Forstwirte werden dringend gebraucht. Mit ihrer tagtäglichen und körperlich schweren Arbeit im Wald leisten sie einen entscheidenden Beitrag für die Stabilität und Nachhaltigkeit unserer Wälder“, betonte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.

Aufforstung auf ehemaliger Industriefläche in Berlin-Schmöckwitz

Die Aufforstungsaktion fand auf dem Gelände des ehemaligen Reifenwerkes in Schmöckwitz statt. Die rund 84.000 Quadratmeter große Industriebrache wird seit Sommer 2015 durch die Berliner Forsten renaturiert. „Ohne die qualifizierte und engagierte Arbeit unserer Forstwirtinnen und Forstwirte sind die vielfältigen Managementaufgaben gerade im Großstadtwald nicht zu bewältigen“, sagte Elmar Lakenberg, Leiter der Berliner Forsten.

Die beteiligten Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter stammen überwiegend aus ländlichen Regionen. Sie sind in Landesforsten, Kommunalwäldern oder privaten Forstbetrieben tätig und verfügen über eine Ausbildung zur Forstwirtin oder zum Forstwirt, die sie zur Pflanzung und Pflege von Waldbeständen sowie zur Holzernte befähigt.

„Wer sich für diesen Beruf entscheidet, wählt oftmals ein Leben auf dem Land und mit dem Wald“, erklärte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR). „Damit tragen die Waldarbeiter entscheidend zur Belebung des ländlichen Raumes bei.“

Wald, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

Im Rahmen der Pflanzaktion wurden in Schmöckwitz rund 850 Bäume gepflanzt, darunter Kiefern, Winterlinden, Traubeneichen, Sandbirken und Feldahorn. „Wald und Forstwirtschaft schaffen Arbeitsplätze und Einkommen, insbesondere in ländlichen Regionen“, sagte Staatssekretär Peter Bleser. „Und sie unterstützen die globalen und ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung.“

Der Klimaschutz durch Wald und Holz ist auch zentrales Thema des 1. Deutschen Waldtages. Mit der Auswahl unterschiedlicher Baumarten knüpft die Aktion zudem an die Grüne Woche 2016 an, bei der am Stand der Forstwirtschaft Bäume auf einem Holzfahrrad „erradelt“ wurden.

Unterstützt wurde die Pflanzaktion durch die Messe Berlin GmbH sowie den Verband deutscher Forstbaumschulen e.V.

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