Würdigung der Waldarbeiter beim 1. Deutschen Waldtag
Anlässlich des 1. Deutschen Waldtages, der unter dem Motto „Unser Wald – Klimaschützer und Multitalent“ stattfand, lud das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 22 Waldarbeiter aus ganz Deutschland nach Berlin ein. Eine Baumpflanzaktion im ehemaligen Reifenwerk in Berlin-Schmöckwitz stellte die Leistungen und das Engagement dieser Fachkräfte in den Mittelpunkt.
Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, hob die Bedeutung der Waldarbeiter für den Klimaschutz und die Vielfalt der Wälder hervor. Laut Eurostat sind in der deutschen Forstwirtschaft rund 36.500 Personen beschäftigt. Die Aktion, die das BMEL gemeinsam mit den Berliner Forsten, der AGDW – Die Waldeigentümer und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) durchführte, betonte die zentrale Rolle der Forstwirtinnen und Forstwirte.
„Die Forstwirtinnen und Forstwirtewerden dringend gebraucht. Mit ihrer tagtäglichen und körperlich schweren Arbeit im Wald leisten sie einen entscheidenden Beitrag für die Stabilität und Nachhaltigkeit unserer Wälder“, betonte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.
Aufforstung auf ehemaliger Industriefläche
Die Aufforstungsaktion erfolgte auf dem Gelände des ehemaligen Reifenwerkes in Schmöckwitz. Diese rund 84.000 Quadratmeter große Industriebrache wird seit Sommer 2015 von den Berliner Forsten renaturiert. Elmar Lakenberg, Leiter der Berliner Forsten, unterstrich die Notwendigkeit qualifizierter Forstwirtinnen und Forstwirte für die Bewältigung der Managementaufgaben, insbesondere im Großstadtwald.
Die beteiligten Waldarbeiter stammen überwiegend aus ländlichen Regionen und sind in Landesforsten, Kommunalwäldern oder privaten Forstbetrieben tätig. Ihre Ausbildung befähigt sie zur Pflanzung und Pflege von Waldbeständen sowie zur Holzernte.
„Wer sich für diesen Beruf entscheidet, wählt oftmals ein Leben auf dem Land und mit dem Wald“, erklärte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR). „Damit tragen die Waldarbeiter entscheidend zur Belebung des ländlichen Raumes bei.“
Wald, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung
Im Rahmen der Pflanzaktion wurden in Schmöckwitz etwa 850 Bäume gesetzt, darunter Kiefern, Winterlinden, Traubeneichen, Sandbirken und Feldahorn. Staatssekretär Peter Bleser hob hervor, dass Wald und Forstwirtschaft Arbeitsplätze und Einkommen schaffen, besonders in ländlichen Regionen, und die Klimaziele der Bundesregierung unterstützen.
Der Klimaschutz durch Wald und Holz war ein zentrales Thema des 1. Deutschen Waldtages. Die Auswahl unterschiedlicher Baumarten knüpfte an die Grüne Woche 2016 an, bei der Bäume auf einem Holzfahrrad „erradelt“ wurden. Die Pflanzaktion wurde von der Messe Berlin GmbH und dem Verband deutscher Forstbaumschulen e.V. unterstützt.
