Messen und Veranstaltungen, Verbände und Organisationen

10 Schaugärten gehören zu den Höhepunkten der LGS in Fulda

04.04.2023

Eine Automobilmesse zeigt Autos. Eine Möbelausstellung informiert über Wohnliches...und eine Gartenschau? Eine Gartenschau hat Garten, Gärtnern, Grünes für die Freizeit, fürs Hobby und das Wohlfühlen in der Natur zum Thema. Zu den Höhepunkten gehören vor allem auch die Schaugärten, die Garten-Gestaltung hinterm, vor oder neben dem Haus, offene Lebensräume fürs Private, Natur in der Fläche zuhause, Buntes und Blühendes zeigen.

Schaugärten auf der Landesgartenschau Fulda 2023

In zehn Schaugärten auf der Landesgartenschau (LGS) Fulda 2023 vom 27. April bis 8. Oktober zeigen Fachfirmen des Garten- und Landschaftsbaus, wie vielfältig und individuell moderne Gartengestaltung sein kann. „Zeige mir Deinen Garten und ich sage Dir, wer Du bist“ – diese Aussage spiegelt einen klaren Trend wider: So unterschiedlich die Lebenssituationen der Gartenbesitzer sind, so verschieden sind auch ihre Gärten. Für viele Menschen ist der Garten heute ein wichtiger Rückzugsort und Ausgleich zum Alltag.

Im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. haben sich qualifizierte Unternehmen aus Hessen und Thüringen zusammengeschlossen, deren tägliche Arbeit das Planen, Bauen und Pflegen von Gärten und Freianlagen ist. Die Gärten dieser Experten sind bundesweit am entsprechenden Signum erkennbar. Auf der LGS werden in insgesamt zehn unterschiedlich gestalteten Schaugärten vielfältige Möglichkeiten gezeigt, den Lebensraum Garten in einen persönlichen Lebenstraum zu verwandeln.

Moderne Akzente und individuelle Gartenkonzepte

Ob Pool, Jugendgarten oder Garten mit Perspektiven: Die Schaugärten greifen sehr unterschiedliche Lebenswelten auf. Der Garten der Firma Kümmel Garten & Landschaft aus Fulda zeigt, dass auch kleine Flächen großes Potenzial haben und Urlaubsgefühl in den Alltag bringen können. Die Firma Tobias Georg Garten- und Landschaftsbau aus Brachtal gestaltete einen Garten für Jugendliche, der moderne, digitale Lebenswelten mit Natur verbindet und gleichzeitig generationsübergreifend wirkt.

Die plateauartige Lage der Schaugärten inspirierte den Gartenbaubetrieb Schelleis aus Haunetal zu einem „Garten mit Perspektive(n)“, der mit Höhenstaffelungen, Rampen und Themenbereichen unterschiedliche Blickwinkel eröffnet. Die Firma Kopf aus Ehrenberg ließ sich von der Rhön mit ihrer artenreichen Kulturlandschaft inspirieren. Elemente wie Dachbegrünung und grüne Wände zeigen, dass auch auf kleiner Fläche ein hoher Mehrwert für Nachhaltigkeit und Biodiversität entstehen kann. Bachlauf, Naschgarten, Präriepflanzung und vielfältige Sinneseindrücke laden zum Entdecken ein.

Timo Baier aus Burghaun verbindet in seinem Schaugarten Erholungs- und Nutzgarten: Sonneninsel, Naschecke, Feuerstelle und Kräuterspirale schaffen einen Ort für Genuss und Gemeinschaft. Die Firma FCN aus Fulda präsentiert einen Mustergarten, in dem unterschiedliche Pflaster-, Platten- und Mauersysteme mit Pflanzen kombiniert werden. In drei Bereichen zeigt FCN klassische Materialien in Verbindung mit modernen Elementen und setzt dabei auf regional und CO₂-neutral produzierte Produkte.

Der nur 81 Quadratmeter große Garten der Gartenplanerin Cynthia Nebel von „Wohnträume“ ist klar strukturiert und bietet trotz kleiner Fläche Terrasse, Lounge und Nutzgarten. Rundwege, Säulenbäume, Rankgerüste und Hochbeete nutzen die dritte Dimension und lassen den Garten größer wirken. Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit ihrem Sohn Cedric Nebel von „Garten Nebel“ aus Karben.

Wettbewerbsgärten und kreative Konzepte

Dem Motto der Landesgartenschau „Fulda verbindet“ trägt der 15. Schaugarten-Wettbewerb auf Schloss Fasanerie in Eichenzell Rechnung. Nachwuchs-Landschaftsarchitekt Florian Ridder entwarf zwei thematisch verbundene Gärten – Naherholung für den Menschen und Lebensraum für Insekten – und gewann mit diesem Doppelprojekt zwischen LGS und Fürstlichem Gartenfest den ersten Preis.

Auch die Rose als Königin der Blumen erhält einen eigenen Schaugarten. Die Gestaltung folgt einer Zeitlinie der Rose, die ihre Entwicklung über Jahrtausende und Kontinente hinweg zeigt. Unterschiedlich hohe Elemente, Basaltpflaster im Mosaikformat und ein Rosenpavillon strukturieren den Garten und laden zum Verweilen ein.

Ein weiterer Wettbewerbsbeitrag stammt von Meisterschülerinnen und -schülern der Einjährigen Fachschule GaLaBau an der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau. Der ausgewählte Entwurf „Damit geht noch was“ von Johannes Heide steht für Ressourcenschonung, Recyclingmaterialien und naturnahe Gestaltung. Das Projekt zeigt, dass auch mit vorhandenen Materialien und gezielter Bepflanzung charaktervolle und idyllische Gärten entstehen können.

Inspiration in Stein und nachhaltige Gestaltung

Als Ergänzung zu den klassischen Schaugärten entstand im Kulturgarten eine besondere Outdoor-Küche, realisiert von der LGS gemeinsam mit Rinn Beton und Naturstein. Inspiriert von aktuellen Trends und dem Wunsch nach nachhaltiger Außengestaltung entwickelte Jana Vogt, Studentin der Hochschule Geisenheim, das Konzept.

Die Küche besteht aus firmeneigenen Steinen, einer maßgefertigten Arbeitsplatte und einem integrierten Kräuterbeet. Große Flächen wurden mit einem Pflaster belegt, das zu 90 Prozent zementreduziert ist und dadurch deutlich weniger CO₂ bei der Herstellung verursacht. In vielen Schaugärten stehen zudem fachkundige Ansprechpartner bereit, die Besucherinnen und Besucher über die gezeigten Konzepte und Gestaltungen informieren.

Zurück